– The Reverse Centaur’s Guide to Life After AI
 240 Seiten

Was ich an Doctorow auch schon bei „Enshittification“ gut fand, ist sein Fokus auf Arbeiter*innenschaft und Ausbeutung. Das diskutiert er auch in diesem Buch wieder gut.

Ganz am Ende hat er mich etwas verloren, als er argumentiert hat, dass Chatbots als „Psychotherapeut*innen“ vielleicht doch okay sind, solange sie lokal laufen – ich persönlich denke, der KI-Psychose ist es egal, ob die schmilzende GPU in meinem eigenen Laptop steckt.

– The Reverse Centaur’s Guide to Life After AI
 240 Seiten

Manche Aspekte fand ich gut an dem Buch, aber bei manchen bin ich auch nicht mitgegangen. Was ich gut fand, war der Abschnitt über AI in der medizinischen Diagnostik. Ich dachte eigentlich immer, dass das wenigstens ein guter Anwendungsfall ist. Aber Cory hat gut erklärt, warum AI nicht mal da gut eingesetzt ist. Wäre ja auch zu schön gewesen! Auch die Erklärungen zu Copyright und der AI Bubble fand ich interessant. Der Abschnitt zu AI „Art“ hat mich allerdings nicht überzeugt und ich war auch ehrlich gesagt enttäuscht von seinen Aussagen, dass es ja schon cool sei, mit AI Bilder für eine D&D Kampagne zu generieren … Und auch mit seiner Meinung zu AI „Therapists“ macht er es sich irgendwie zu einfach, finde ich. Da gibt es Bücher, die das besser diskutieren und umfangreicher darlegen, warum das beides keine so gute Idee ist.

– Anton und Alma
 536 Seiten

Am Anfang hab ich es richtig gerne gemocht weil einem die Lebensrealität und das Umfeld der Protagonisten so vertraut und bekannt ist. In der Mitte wurde es ein bisschen lang, vielleicht auch weil mir religiöse Regeln und Rituale grundsätzlich fremd sind und ich deshalb den Lebenswandel von Alma nicht so recht verstehen konnte. Am Ende wurde es furchtbar traurig. Alles in allem ein sehr gutes Buch, durch den Klappentext würde man aber nicht drauf kommen welche Themen tatsächlich in dem Buch verhandelt werden.

– Indignity
 369 Seiten

Die meisten werden den Enver Hoxha reveal schon von weitem kommen gesehen haben. Mich hingegen hat er völlig unvorbereitet getroffen. I was floored. 10/10

– Strange Houses
 203 Seiten

Ich glaube, das müsste ich noch mal lesen, irgendwann hab ich den Überblick verloren. Aber ich weiß auch nicht, ob ich es gut genug fand, es noch mal lesen zu wollen.

Als Meta-Kommentar kann ich noch sagen, dass ich versehentlich 20€ für dieses Buch bezahlt habe, und für nur 200 Seiten – davon sehr viele mit Wiederholungen der gleichen Bilder – würde ich euch empfehlen, nach einem besseren Deal Ausschau zu halten. Das Buch sollte auch eigentlich meine Urlaubs-Schmöker-Lektüre werden, aber jetzt hab ich alles schon im ICE gelesen. Na toll!