Wieder ein Rooney-esques Buch. Das Buch lebte also mehr von den Beziehungen der Charakter zu einander und zu sich selbst. Die drei Frauen, von denen das Buch handelt, haben mich fast die ganze Zeit richtig verärgert, weil sie so unglücklich waren und einfach nichts daran geändert haben (konnten) - zum Glück geht das Buch etwas positiv aus und Spoiler Warnung ⚠️ sie können sich von den nutzlosen Männern in ihrem Leben lösen.
Bonuspunkte gibt es erneut für das schöne Cover.
Das bessere Ready Player One (ohne den ganzen VR Kram, nur Liebe für Games) und das bessere John Green Buch (simp fast ohne cringe, Fokus auf platonischer statt romantischer Liebe). Ich mochte es sehr! Außerdem sieht das Coverdesign toll aus.
Ich habe das Buch schon häufiger in der Hand gehabt und nun schließlich als Hörbuch gehört. Offenbar hatte ich aber etwas falsche Vorstellungen von dem Buch. Es wurde häufig auf den "die besten Fantasy Bücher" Listen geführt, weswegen ich ein "klassisches" Fantasy Buch erwartet habe. Mein Fehler. Letztendlich war es aber eher historisches Fantasy (im Sinne von Veränderungen der realen Geschichte?). Ansonsten habe ich nicht viele Faktoren gefunden, die für mich unter Fantasy fallen würden. Ich habe die ganze Zeit auf irgendwas magisches gewartet und es gab leichte Hinweise darauf aber dann war das Buch plötzlich vorbei und ich dachte kurz "Oh bin ich eingeschlafen und hab die Hälfte des Buchs verpasst?" (Antwort: nein.) Ich erzählte vor ein paar Tagen noch einem Freund von dem Buch und beschrieb meinen Verdacht, dass die Protagonistin wahrscheinlich magische Mönchs-Kräfte hat und es wohl bald mit dem Fantasy Part los geht (Nicht wirklich, glaub ich). In Bezug auf die Magie war ich eher ein Verschwörungstheoretiker, mit der Datenlage, die ich da hatte argumentieren auch Menschen, dass die Erde flach ist. Ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht was da in der Welt los ist - denn zwischendurch habe ich tatsächlich geschlafen - außer, dass die Protagonistin offenbar einfach eine herausragend starke Willenskraft hat und es Geister gibt? Reichen Geister, die am Buffet abhängen und sonst nicht viel machen, damit ein Buch der Kategorie Fantasy zugehörig ist? Ich hab wie gesagt einfach mehr erwartet dahingehend.
Gut gefallen haben mir die LGBTQ+ Aspekte des Buchs, ich mochte auch das Setting im historischen China. Die Story war eher 50/50 für mich. Ich wusste wie gesagt nicht so wirklich worum es geht und hab deswegen so halb interessiert zugehört wohin die Reise geht. Ein bisschen hatte ich das Gefühl so leicht dahin plätschernd war die Geschichte selbst auch, es ist nicht so wirklich viel passiert, bzw. das stimmt nicht ganz, nur wurde immer wenn etwas passiert die Perspektive gewechselt oder ein Zeitsprung gemacht. Das hat mich nicht gestört (meine Aufmerksamkeitsspanne ist meistens eh nicht auf ausführliche Schlachtenbeschreibungen ausgelegt) aber es hatte den Nebeneffekt, dass im Text selbst im Sinne von Szenen, die beschrieben wurden, eben nicht viel passiert ist.
Würde ich das Buch empfehlen? Ja, schon. Alleine damit mir jemand erklärt, warum/ob das nun Fantasy ist oder nicht.
Meine Promotion war nicht so aufregend und weniger romcom. Aber gut, das Buch sollte ja auch kein Praktikumsbericht sein - in den negativen Punkten zur Forschung fand ich mich wieder. Für alles andere… Sagen wir es ergab Sinn als ich eben heraus gefunden hab, dass die Autorin vorher Reylo fanfictions geschrieben hat (der love Interest ist ein großer dunkelhaariger moody missverstandener dude mit „I can fix him“ vibes). Ich will das Buch gar nicht unnötig kritisieren, der Plot ist natürlich Quatsch an vielen Stellen, aber irgendwie hatte ich Spaß damit.
Und eine gute Lebensweisheit hat es: Carry yourself with the confidence of a mediocre white man
Ein empathisches, lehrreiches Buch über Beziehungen - eigentlich zwischen Eltern und Kindern, aber man kann die Ansätze eigentlich auf alle Beziehungen übertragen. Ich überlege nun wie ich dieses Buch jeder Person, die Kinder hat oder überlegt welche zu bekommen, andrehen kann, ohne übergriffig zu sein.
Ein sehr schönes Buch, ich werde sicherlich noch mehr von dem Autor lesen.
“That‘s the power of literature, you know, it can act like little love letters between people who can only explain their feelings by pointing at other people‘s.“
Circe ist wahrscheinlich der beste weibliche Charakter in der griechischen Mythologie. Auch hat sie dem Patriarchat zum Trotze ein beneidenswertes Leben im Exil. #goals
Ich glaube der aktuelle Trend, griechische Sagen in ein neues Gewand zu kleiden hat, zumindest für mich, seinen Höhepunkt mit diesem Buch erreicht.
Sally Rooney-esque mit mehr LGBTQ und in Hong Kong. Insgesamt also ein Upgrade zur bewährten Formel und entsprechend hätte es mir besser gefallen müssen, hat es aber leider nicht.
Noch so ein Beispiel, das ich heran ziehen kann wenn ich beschreiben will, welche Art von Büchern ich zwar interessant finde, mir aber unzugänglich bleiben, weil ich die Protagonistin nicht mag (und sie auch absichtlich so gestaltet wurde, maximal unsympathisch zu sein). Der Schreibstil der Autorin gefiel mir zwar, löste mein Problem mit der Protagonistin aber nicht.
Eine Dolmetscherin an einem Gerichtshof in Den Haag reflektiert Zwischenmenschliche Beziehungen. Dieses Buch wird weniger von einer Story, sondern vor allem von der Sprache getragen - sowohl als Schreibstil als auch als Mittel, um Beziehungen und den Charakter von Menschen zu verstehen. Mir hat’s sehr gefallen.