Nach Corricks scheinbarem Tod trauert Tessa schwer um ihn und möchte unbedingt nach Hause zurückkehren, was sich allerdings als nicht so einfach herausstellt. Zusammen mit Erik, dem Leibwächter, ist sie zunächst gezwungen, auf einer Insel in Ostria zu bleiben. Corrick wurde ausgerechnet zusammen mit seinem Erzfeind Lochlan gefangen genommen, und noch dazu von Oren Krane. Nur, wenn sie zusammenarbeiten und so tun, als würden sie Oren helfen, bleibt ihnen eine Chance, mit ihren Liebsten wiedervereint zu werden. Und dann ist da noch Harristan, der zusammen mit dem Palastmeister Quint und einigen Wächtern wegen Verrat gesucht wird, weil Konsuln scheinbar Beweise dafür haben, dass Harristan sein Volk vergiftet hätte. Nun muss Harristan das Vertrauen seines Volkes wiedergewinnen, während er nicht weiß, wem er vertrauen soll …
Ich habe das Buch bereits auf Englisch gelesen, weil die deutsche Übersetzung leider ein wenig auf sich warten ließ, doch jetzt, wo sie endlich erschien, war ich unglaublich froh, dieses phänomenale Finale der Mondflor-Trilogie auch auf Deutsch zu lesen!
Tessas, Corricks und Harristans Handlungsstränge und persönliche Beziehungen sind in diesem Band besonders einnehmend beschrieben und es fiel mir so leicht, mich in alle drei Charaktere hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufiebern. Die Struktur des Romans ist zugegeben immer noch gewöhnungsbedürftig: Nachdem alle drei Charaktere ein Einstiegskapitel bekommen, folgen wir mehreren Kapiteln zunächst Corrick, dann Tessa, und dann Harristan, bis die Sichtweisen danach wieder durchgemischt werden. Ein Beispiel: Zwischen der ersten und der langen, zweiten Corrick-Sichtweise vergehen nur etwa vierzig Seiten, doch zwischen der zweiten und dritten vergehen über zweihundert, weil die zweiten Sichtweisen der drei Charaktere ordentlich Raum einnehmen. So konnte ich den Handlungssträngen der einzelnen Charaktere zwar besonders gut folgen, wünschte aber zugleich, die Sichtweisen wären schon von Anfang an gut durchgemischt gewesen.
Glücklicherweise sind die Handlungsstränge dafür alle drei hervorragend, sodass mir diese ungewöhnliche Struktur letztendlich nicht SO viel ausmachte. Ich war unglaublich investiert in Corricks und Lochlans schwierige Beziehung, die sich nach und nach in Freundschaft verwandelte, und liebte Corricks zufriedenstellende Charakterentwicklung; ich fand es großartig, wie auch zwischen Tessa und dem Leibwächter Erik eine Freundschaft entstand und wie sie sich entschloss, den Bewohnern der Insel zu helfen, während sie gleichzeitig darum kämpfte, eine Passage nach Hause zu bekommen; und zuletzt habe ich auch mit Harristan mitgefiebert, der an jeder Ecke Verrat fürchten muss, sich aber für sein Volk einsetzt und zudem eine süße Liebesgeschichte mit Quint erlebt. All diese Handlungsstränge waren so emotional und gipfelten in einem großartigen Ende, das mich selbst beim zweiten Lesen zu Tränen rührte, weil es einfach so wunderschön war.
Interessanterweise vergeht gehörige Zeit, bis Corrick und Tessa wieder zueinander finden. In meiner Erinnerung trafen sie sich nach zwei Dritteln der Handlung, aber tatsächlich vergehen ganze fünfhundert Seiten, ehe das geschieht. Etwas, das in anderen Romanen definitiv ein großer Kritikpunkt wäre, sind sie schließlich das Hauptpaar der Reihe; doch obwohl ich mir durchaus gewünscht hätte, sie wären früher wiedervereint worden, kann ich es einfach nicht als Kritik wahrnehmen, weil ihre einzelnen Handlungsstränge mich umso mehr fesselten. Es war so erfrischend, in diesem Band keinen Fokus auf Romanzen, sondern auf Freundschaften zu haben, zumal sie alle wunderbar umgesetzt waren. Erwähnen wollte ich es trotzdem für diejenigen, die lieber den Romanzen-Aspekt bevorzugen, aber mich selbst störte die lange Trennung nicht.
Insgesamt ein großartiger Abschluss der Trilogie, der vor allem durch seine Charakterbeziehungen brilliert!
Nach Corricks scheinbarem Tod trauert Tessa schwer um ihn und möchte unbedingt nach Hause zurückkehren, was sich allerdings als nicht so einfach herausstellt. Zusammen mit Erik, dem Leibwächter, ist sie zunächst gezwungen, auf einer Insel in Ostria zu bleiben. Corrick wurde ausgerechnet zusammen mit seinem Erzfeind Lochlan gefangen genommen, und noch dazu von Oren Krane. Nur, wenn sie zusammenarbeiten und so tun, als würden sie Oren helfen, bleibt ihnen eine Chance, mit ihren Liebsten wiedervereint zu werden. Und dann ist da noch Harristan, der zusammen mit dem Palastmeister Quint und einigen Wächtern wegen Verrat gesucht wird, weil Konsuln scheinbar Beweise dafür haben, dass Harristan sein Volk vergiftet hätte. Nun muss Harristan das Vertrauen seines Volkes wiedergewinnen, während er nicht weiß, wem er vertrauen soll …
Ich habe das Buch bereits auf Englisch gelesen, weil die deutsche Übersetzung leider ein wenig auf sich warten ließ, doch jetzt, wo sie endlich erschien, war ich unglaublich froh, dieses phänomenale Finale der Mondflor-Trilogie auch auf Deutsch zu lesen!
Tessas, Corricks und Harristans Handlungsstränge und persönliche Beziehungen sind in diesem Band besonders einnehmend beschrieben und es fiel mir so leicht, mich in alle drei Charaktere hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufiebern. Die Struktur des Romans ist zugegeben immer noch gewöhnungsbedürftig: Nachdem alle drei Charaktere ein Einstiegskapitel bekommen, folgen wir mehreren Kapiteln zunächst Corrick, dann Tessa, und dann Harristan, bis die Sichtweisen danach wieder durchgemischt werden. Ein Beispiel: Zwischen der ersten und der langen, zweiten Corrick-Sichtweise vergehen nur etwa vierzig Seiten, doch zwischen der zweiten und dritten vergehen über zweihundert, weil die zweiten Sichtweisen der drei Charaktere ordentlich Raum einnehmen. So konnte ich den Handlungssträngen der einzelnen Charaktere zwar besonders gut folgen, wünschte aber zugleich, die Sichtweisen wären schon von Anfang an gut durchgemischt gewesen.
Glücklicherweise sind die Handlungsstränge dafür alle drei hervorragend, sodass mir diese ungewöhnliche Struktur letztendlich nicht SO viel ausmachte. Ich war unglaublich investiert in Corricks und Lochlans schwierige Beziehung, die sich nach und nach in Freundschaft verwandelte, und liebte Corricks zufriedenstellende Charakterentwicklung; ich fand es großartig, wie auch zwischen Tessa und dem Leibwächter Erik eine Freundschaft entstand und wie sie sich entschloss, den Bewohnern der Insel zu helfen, während sie gleichzeitig darum kämpfte, eine Passage nach Hause zu bekommen; und zuletzt habe ich auch mit Harristan mitgefiebert, der an jeder Ecke Verrat fürchten muss, sich aber für sein Volk einsetzt und zudem eine süße Liebesgeschichte mit Quint erlebt. All diese Handlungsstränge waren so emotional und gipfelten in einem großartigen Ende, das mich selbst beim zweiten Lesen zu Tränen rührte, weil es einfach so wunderschön war.
Interessanterweise vergeht gehörige Zeit, bis Corrick und Tessa wieder zueinander finden. In meiner Erinnerung trafen sie sich nach zwei Dritteln der Handlung, aber tatsächlich vergehen ganze fünfhundert Seiten, ehe das geschieht. Etwas, das in anderen Romanen definitiv ein großer Kritikpunkt wäre, sind sie schließlich das Hauptpaar der Reihe; doch obwohl ich mir durchaus gewünscht hätte, sie wären früher wiedervereint worden, kann ich es einfach nicht als Kritik wahrnehmen, weil ihre einzelnen Handlungsstränge mich umso mehr fesselten. Es war so erfrischend, in diesem Band keinen Fokus auf Romanzen, sondern auf Freundschaften zu haben, zumal sie alle wunderbar umgesetzt waren. Erwähnen wollte ich es trotzdem für diejenigen, die lieber den Romanzen-Aspekt bevorzugen, aber mich selbst störte die lange Trennung nicht.
Insgesamt ein großartiger Abschluss der Trilogie, der vor allem durch seine Charakterbeziehungen brilliert!