Ich glaube, ich habe lange kein Buch mehr in einem Zug durchgelesen; dabei habe ich wirklich lange gebraucht, um dieses Buch endlich mal in die Hand zu nehmen.
Das, was Matthew McConaughey hier geschrieben hat, ist definitiv kein literarisches Meisterwerk, erwarte ich aber ehrlicherweise auch nicht von Memoiren, und teilweise gab es Stellen, wo es mir etwas zu sehr in Richtung spirituelles Selbsthilfe-Buch abgedriftet ist. Nichtdestotrotz fand ich dieses Buch in erster Linie interessant und ja, auch unterhaltsam. Es gibt einiges, was ich schwer nachvollziehen kann und wo ich in der Bewertung/Reflektion absolut nicht der Meinung des Autors bin, aber: Es ist seine Art, seine Geschichte, seinen Werdegang zu erzählen. Schade fand ich allerdings, dass die letzten Jahre auf vergleichsweise wenigen Seiten abgefrühstückt wurden, und dass das Konzept der Greenlights, was über dem gesamten Buch schreibt, so vage gelassen wurde.
Ein kurzes, lustiges Buch über die sogenannten „SOLID Principles“ und Softwareentwicklung. Viele gute Stellen, hier ein paar Beispiele:
I also promise that if this book sells well, the follow up, “XP: The Way to Motivate Little Children To Close JIRA Tickets At A Big Horrible Technology Company Run By People Who Do Not Understand Technology”, will be dedicated to Kent Beck.
Und:
Maybe we could call this a “responsibility”, but I like to use words in the right way, since words have, you know, meaning and stuff.
Und:
If Uncle Bob had used the canonical domain of professional wrestling, he would’ve seen that such a leap of abstraction would be difficult without more than one use case.
Ich fand das Buch okay und es lies sich sehr schnell lesen, aber ich glaube, es hat mir nicht so gut gefallen. Irgendwie fand ich es dann doch zu persönlich. Gerade, weil ein Großteil des Buchs aus Gesprächen mit ihrer/m Therapeutin/en besteht, dreht sich doch viel im Kreis. Die Gespräche sind zweifellos stark gekürzt und bearbeitet, aber es geht doch immer mal wieder um die gleichen Themen. Ich hoffe, es geht ihr gut, aber mir war es zu voyeuristisch.