Meine Herren, hat das Buch mich fertig gemacht. So etwas habe ich zuvor noch nie erlebt. "Es hat mich mitgerissen" trifft es nicht ganz; ich konnte mich nur so unglaublich gut mit den Protagonisten identifizieren (zumindest mit Henry Wotton). Ich habe manche Kapitel direkt zweimal hintereinander gelesen um den Moment nochmals einzufangen. Brillantes Meisterwerk Wildes, man trifft alles was zumindest mein Herz begehrt; Poesie, Zynismus und ein Mysterium. Die anderen Komponenten sind auch eigentlich erwähnenswert, jedoch möchte man sich im Allgemeinen auf eine Triade festlegen. Anmerkung: sich die Verfilmung mit Ben Barnes und Colin Firth in den Hauptrollen anzutun ist nicht zu empfehlen. Absolut nicht.
Ich muss zugeben, dass ich ein wenig enttäuscht bin. Nicht vom Stoff, der Erzählweise, etc. an sich, sondern einfach weil ich mir mehr erhofft hatte. Etwas schleppender und zäher Stil, der vielleicht den ein oder anderen Leser hat packen können; mich jedoch nicht wirklich.
Zum Abschluss des Semesters habe ich, um dem "Prozess" mal zu entfliehen, mein absolutes Lieblingswerk zum wahrscheinlich achten Male gelesen. Immer wieder sehr angenehm und ein "Ankommen im schönen Heimathafen".
Faszinierendes und schönes Gedicht. In dieser Version zweisprachig; hierbei konnte man erkennen, dass sich nicht übersetzen lassen KANN. Autor ist eben nicht nur ein Lyriker, sondern durch und durch POEt ;). Angefügt sind sein Essay "Die Methode der Komposition", in der er die Entstehungsgeschichte darlegt; dadurch erhält man nochmals interessante Aspekte. Auch ein kurzer Abriss seines Lebens, der fast die Hälfte des Buches ausmacht; kurzbiographisch.
Unglaublich redundant. Man merkt Dambeck den Kolumnenhintergrund an; anders als bei Bastian Sick ("Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod") war dies sehr unangenehm. Das Sinnvollste, das man dem Buch entnehmen konnte waren die Tipps zum Binden der Krawatte. Ansonsten eine herbe Enttäuschung.
Absolut eindrucksvoll.
Für Interessierte der Embryologie. Jedoch ohne raffinierten Schreib-/ Lehrstil.
Oft unterhaltsam, jedoch an manchen stellend etwas schleppend
Das Lesen hatte sich über beinahe ein Jahr erstreckt; nicht weil der Plot (genauer: die PlotS ^^) irgendwie langweilig war (genial, kurzweilig und amüsant wie immer), sondern weil ich die ganze Zeit Angst hatte, dass es ein mir nicht zusagendes Ende gäbe. Deswegen musste ich es so lange weglegen, bis ich es nicht mehr aushielt. Jedoch wurde dahingehend -wie auch beim ganzen Rest- eine Meisterleistung und ein glorreicher Abschluss der Legende abgeliefert. Im Nachhinein an manchen Stellen "etwas" dick aufgetragen. Fast wie beim Comic von "Deadpool". Als müsste man immer was noch Krasseres abliefern. Aber auf genau das ist das, was man daran liebte; dass man mit allen mitreifte.
Nachdem mich "Das Bildnis des Dorian Gray" so unglaublich gut fand, wollte ich erneut etwas von ihm lesen. Deshalb wünschte ich mir das und unterbrach "The Old Man And The Sea" liebend gerne. In diesem Band sind neben der Titelgeschichte auch vier andere, meist sind sie märchenhaft. Und sie haben meine Erwartungen mehr als erfüllt, sehr poetisch, satirisch an manchen Stellen und meiner Meinung nach rundum gelungen.