Bücherregal lädt …
Taiwan Travelogue
284 Seiten

Manche würden dieses Werk eine meditative Studie über latente koloniale Machtgefälle in den kulinarischen Sphären Taiwans der Vorkriegszeit nennen.

Ich würde es nicht enden wollendes ermüdendes Gequatsche über Essen nennen. Die Metaspielerein zünden wirklich gar nicht und die Critique at hand ist wirklich Kolonialismus 101, die eine Figur nach 200 Seiten dann auch noch für den letzten Leser erklärt. Wirklich alles andere als stimulierende Lektüre.

Wackelkontakt
240 Seiten

Buchklub #5

Ein netter Unterhaltungsroman, dessen strukturelle Idee zwar interessant ist, darüber hinaus aber wenig Neues zu bieten hat. Zwei ineinander verwobene sowie sich abwechselnde Geschichten zeigen viel Potential, die Wechsel sind leicht und spielerisch; mit der Formel wird schlussendlich allerdings wenig gemacht: Weder bricht man mit ihr, noch schafft man es, die Idee auf anderes Level zu heben. Es bleibt Vorhersehbar. Vor allem frustriert, dass die zwei Geschichten ohne ihre Gimmicks im Kern unglaublich konventionell sind und Haas immer wieder darauf besteht, seinem bourgeoisen, männlichen Publikum mittleren Alters zu zeigen, wie schlau er eigentlich ist.