Elbleuchten
640 Seiten

Ein richtig schöner Schmöker. Eine Familiensaga aus Hamburg vom Ende des 19. Jahrhunderts. Eine packende Liebesgeschichte, krasse Gegensätze zwischen Arm und Reich, der beginnende Feminismus. Mich hat es wirklich hineingesaugt in diese ganz anderen Lebenswelten, die noch gar nicht so lange her sind und über die ich doch erschreckend wenig weiß.

Ein verheißenes Land
1024 Seiten

Barack Obama ist mir mit diesem sehr detailreichen Hörbuch noch sympathischer geworden. Seine Menschenliebe, Empathie und Wertschätzung zeigen sich in allen Begegnungen - und sein Humor..... was könnte ein Präsident wohl machen, wenn er keine Lust auf den Präsidentenjob mehr hat? Einen Verkaufsstand am Strand von Hawai eröffnen. Für Smoothies...? Nein, zu kompliziert. Für weiße T-Shirts in Größe M, nichts Anderes. Damit keine Entscheidungen mehr nötig sind.

Offene See
270 Seiten

Ein ruhiges Buch, das mich mit seinen poetischen Landschaftsbeschreibungen und der wunderbar erzählten ungewöhnlichen Freundschaft in seinen Bann gezogen hat. Der Ich-Erzähler Robert erzählt im Rückblick aus der Nachkriegszeit, als er 16 war und wie alle Männer seiner Familie im Kohlebergbau in Nordengland arbeiten soll. Er aber möchte etwas von der Welt und vor allem das Meer sehen und wandert los. Und kommt zum Cottage von Dulcie, die ihn zu Brennnesseltee und Rosinenkeksen einlädt, ihm die Literatur und vor allem die Lyrik nahe bringt. Und ihn und damit auch die Leserin teilhaben lässt an ihrer Liebesgeschichte mit Romy, einer deutschen Lyrikerin, die ein schmerzhaftes Ende hat. Ein besonderes und berührendes Buch.

Der Käfig
384 Seiten

Der 3. Band der isländischen Krimireihe ist leider der schwächste. Spielt ein paar Jahre später, andere Charaktere stehen im Vordergrund. Die Fäden der verschiedenen Erzählstränge kommen erst auf den letzten Seiten zusammen. Und das nicht überzeugend. Wird den differenzierten Beschreibungen der ersten Bände nicht gerecht.

Ohne Schuld
544 Seiten

Der spannende 3. Teil der Krimireihe um die Ermittler Kate Linville und Caleb Hale. Diesmal geht es um 2 Mordversuche, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die Auflösung geht dann auf die alte Idee von Patricia Highsmith zurück (2 Fremde im Zug).

Normale Menschen
320 Seiten

Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten Liebe. Dieses Buch zu bewerten, fällt mir schwer. Einerseits hat es mir sprachlich gut gefallen, mit feinen, intensiven Beobachtungen. Andererseits hat es mich emotional nicht berührt.

Ein Hummerleben
384 Seiten

Aus der Perspektive des Enkels der derzeitigen Besitzer wird der Niedergang eines Hotels in den Bergen Norwegens beschrieben. Und das ist viel spannender als es vielleicht klingt. Es geht um Tragik, um Lügen und Liebe, um Wahrung des Anscheins und um Freundschaft. Hat mir gut gefallen.

The Midnight Library
304 Seiten

Ein Buch über Selbstvorwürfe und Bedauern, über scheinbar falsche Entscheidungen im Leben. Nora bekommt in einem Stadium zwischen Leben und Tod die Chance, in der ‚Mitternachtsbücherei’ andere Lebensmöglichkeiten auszuprobieren: Was wäre gewesen, wenn ich mich anders entschieden hätte? Jedesmal wird ein neues Buch aufgeschlagen und Nora bleibt mal kürzer, mal länger in unterschiedlichen möglichen Varianten ihres Lebens. Anregend und erhellend. Wieder mal ein tolles Buch von diesem Autor!

ZEIT Verbrechen
204 Seiten

Als Fan des ZEIT-Podcasts „Verbrechen“ schätze ich Sabine Rückert für ihre Empathie und Menschenliebe kombiniert mit klarer Haltung und spitzer Zunge (resp. Schreibe). In diesem Buch sind 12 interessante Kriminalfälle versammelt, die 2018/19 im Podcast besprochen worden sind.

Das Netz
360 Seiten

Ein spannender Krimi aus Island. Sonja wird bei einer Affaire mit einer Frau erwischt und verliert bei der Scheidung das Sorgerecht für ihren Sohn. Ein Zollbeamter, der seine Frau sehr liebt und es nicht aushält, sie ins Heim gegeben zu haben. Das Besondere an diesem Buch ist, dass die Charaktere in ihren inneren Konflikten gezeigt werden und die Gründe für die Kriminalität nachvollziehbar werden.