Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
HERKUNFT
 360 Seiten

Ungewöhnlich und sprachlich sehr gewandt, berührend und mit feinem Witz. Originell auch der Schluss, den die Leser:innen mit aussuchen können. Aber ich habe nicht wirklich hineingefunden in dieses Buch, das für mich eher eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten war.

Die Stille des Todes
 576 Seiten

Eine Mordserie, die vor 20 Jahren mit einer Festnahme endete, wird fortgesetzt. Immer 2 Tote, die gleich alt sind und sich nicht kannten, nackt beieinander liegend, eine Hand an die Wange des/der anderen Toten gelegt.... Wurde damals ein Unschuldiger verurteilt? Schon lange habe ich keinen so guten und spannenden Krimi mehr gelesen. Richtig gut konstruierte Geschichte, interessante, menschliche Protagonisten mit Ecken und Kanten und Macken. Und die Beschreibung der Umgebung und der Orte macht richtig Lust auf eine Reise ins Baskenland. Super Start ins Lesejahr 2021.

↑ 2021
2020 ↓
Lockwood & Co. – Die Seufzende Wendeltreppe
 432 Seiten

Geister gehen um in London- und nur Kinder und Jugendliche können sie wahrnehmen und austreiben... Die Agentur Lockwood&Co ist eine der kleinsten Geistersustreibungsagentiren und kommt sogar ohne erwachsene Berater aus. Erzählt wird aus der Perspektive der neuen Mitarbeiterin Lucy, die Geister nicht sieht, aber hört und spürt. Ganz nett, hat mich aber nicht wirklich gepackt.

Reckless 4
 464 Seiten

Es ist schon lange her, dass ich die ersten 3 Reckless-Bände gelesen habe. Deshalb hatte ich anfangs etwas Mühe, bis ich all die Namen wieder zuordnen konnte. Dann war es aber wieder eine Funke-typische Fantasy-Geschichte mit neuen Ideen (zb Tattoos, die lebendig werden). Hat mir gut gefallen.

Der Heimweg
 400 Seiten

Das war jetzt definitiv das letzte Buch von Sebastian Fitzek, das ich gelesen habe. Ja, irgendwie spannend. Auch interessant gestaltet-komplett schwarz. Aber: haarsträubende Story; völlig unglaubwürdig. Und in einer Weise mit Gewalt vollgesogen, dass die gute Absicht ( auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen ) ab absurdum geführt wird. Das Lesenswerteste ist noch die Danksagung. Ansonsten rate ich ab!

Die Letzten ihrer Art
 640 Seiten

Wie schon in ihrem 1. Buch „Die Geschichte der Bienen“ erzählt die Autorin wieder 3 unterschiedliche Geschichten. Diesmal geht es um die Rettung und das Überleben der letzten Wildpferde.1883 startet eine Expedition in die Mongolei, um dort einige der letzten Urpferde zu fangen und in einem Zoo ihr Überleben sicherzustellen. 1992 versucht eine deutsche Tierärztin die Urpferde wieder in der Mongolei auszuwildern. Und aus dem Jahr 2064 wird die Geschichte einer Norwegerin erzählt, die unter klimatisch extremen Bedingungen versucht, mit ihrer Tochter und ihren Tieren zu überleben. Maja Lunde schafft es wieder, dass die Menschen in allen 3 Geschichten mir beim Lesen ans Herz gewachsen sind mit ihren Schicksalen - von der Drogensucht eines Sohnes über die tabuisierte Liebe zweier Männer bis zur Not infolge von Klimakatastrophen. Allerdings ist die Botschaft dieses Buches durch die vielen unterschiedlichen Themen nicht so eindeutige wie beim Bienen-Buch. Und die Idee, inhaltlich zusammenhängende Themen auf 3 verschiedenen Zeitebenen zu erzählen, ist beim 2. Mal eben auch nicht mehr neu.

Herzfaden
 288 Seiten

Als Fan und „Lobbyistin“ für die Augsburger Puppenkiste in der Schweiz -hier ist die Augsburger Pupoenkiste kaum bekannt -musste ich dieses Buch natürlich lesen. Erzählt wird auf 2 Ebenen in 2 unterschiedlichen Druckfarben von der Magie der Marionetten und von der Entstehung der Augsburger Puppenkiste in der Nazizeit. Interessant und sprachlich ganz schön.

Der Ursprung der Welt
 144 Seiten

Dieses Buch habe ich als verspätetes Geburtstagsgeschenk bekommen und war sehr überrascht. Nicht nur, weil ich noch beschenkt worden bin, sondern auch, weil ich überhaupt keine Comics -Leserin bin.... Dieser feministische Comic hat mich aber begeistert: sehr witzig und sehr intelligent!! Es bringt historische Fakten knackig und unterhaltsam, teils auch erschreckend auf den Punkt. Und wenn man so alt ist wie ich, kann man durchaus manche Mythen entdecken, die man selbst auch lange geglaubt hat...also: ein wichtiges Buch, gleichzeitig humorvoll - es sollte Pflichtlektüre im Bio-Unterricht werden!!

Der Todbringer
 576 Seiten

Nach vielen Jahren habe ich wieder mal einen Lincoln-Rhyme&Amelia-Sachs-Krimi gelesen; es geht um Diamanten-Kriminalität und dahinter verborgene andere Fälle. Ganz nett, aber die früheren Bände haben mich mehr interessiert, weil die Lebensgeschichten der beiden ErmittlerInnen mehr im Vordergrund standen. Jetzt geht es „nur“ noch um geniale (=für normal intelligente Menschen nicht nachvollziehbare) Auflösungen sehr verwickelter Kriminalfälle.

Hamster im hinteren Stromgebiet
 320 Seiten

Der 5. Band der autobiographischen Erzählungen von Joachim Meyerhoff. Es geht um seinen Krankenhausaufenthalt nach einem Schlaganfall. Die erste Hälfte hat mir richtig gut gefallen; sprachlich gewandt wie man ihn kennt. Und es gelingt ihm gut, den Schock und den Schrecken in Worte zu fassen. Je länger je mehr hatte ich jedoch den Eindruck, den egozentrischen Beobachtungen und Bewertungen des Autors in einem Ausmaß und mit einer Intimität folgen zu müssen, die mir manchmal zu viel waren.

NEBEL
 352 Seiten

Der 3. Band der isländischen Krimireihe um die Kommissarin Hulda. Chronologisch aber der erste. Und überhaupt der beste der 3. Es war zwischendurch so gruselig-spannend, dass ich mir am liebsten die Augen zugehalten hätte. Aber ich bin in diesen Dingen auch ein Weichei.

INSEL
 384 Seiten

Teil 2 der isländischen Trilogie um die Kommissarin Hulda. Das besondere an dieser Reihe ist, dass sie chronologisch in umgekehrter Reihenfolge erzählt wird; dadurch entsteht eine ungewöhnliche Spannung. Teil 2 ist besser u spannender als Teil 1; Ich bin neugierig auf Teil 3.

Der Kampf geht weiter!
 464 Seiten

Untertitel: nicht weggeschmissene Briefe 1 Das Lesen solch witziger, intelligenter u unerschrockener Briefe macht einfach Freude. Mehrfaches lautes Lachen in der Bahn oder im Wartezimmer garantiert. Dieser Mann kann schreiben, sich bedanken, sich empören und sich geistreich an der Sprache erfreuen.

Das Feld
 256 Seiten

Was wohl die Toten uns erzählen würden? Das Feld ist ein Friedhof und Seethaler gibt den Toten Stimmen und Geschichten. Ein Buch wie melancholische Musik. Mir hat es sehr gefallen; zumal ich das Glück hatte Seethaler bei einer Lesung aus diesem Buch zu erleben.

Giovannis Zimmer
 208 Seiten

Dieses Buch ist wie eine Beichte. Im Rückblick wird eine Liebesgeschichte erzählt, die tragisch endet für beide. Einer wird hingerichtet, der andere wird sich lebenslang schämen und schuldig fühlen, weil er den Schwulen in sich selbst nicht akzeptieren konnte. Und so den Mann verraten hat, den er liebte. Ein Buch voller Zärtlichkeit und Schmerz. Diese Erzählung ist 1956 erstmals erschienen. Und das in der Neuauflage enthaltende Nachwort ist zur historischen Einordnung sehr zu empfehlen.

Der Apfelbaum
 416 Seiten

Da ich Christian Berkel als Schauspieler mag, hat dieses Buch mich interessiert. Und: er kann auch schreiben. Die Geschichte seiner Familie, Eltern, Großeltern erzählt er. Flucht, Vertreibung, Gefangenschaft. Brüche im Leben. Viel Schlimmes und Trauriges aus der Nazizeit. Liest sich nicht so ganz leicht.