Bücherregal lädt …

Eine Mischung aus Sage und Krimi. Der Roman spielt Ende des 19. Jahrhunderts an der Themse-ein zunächst für tot gehaltenes Mädchen wird aus dem Fluss gezogen. Die Geschichte dreht sich dann darum, wer das Mädchen ist und zu wem es gehört. Erzählt wird in Wendungen und Windungen und Kurven wie ein Flusslauf mit magisch-märchenhaften Elementen und aus unterschiedlichen Perspektiven.

Eine ganz ruhig und entspannt erzählte Geschichte über Freundschaft. Ganz warmherzig und voller Wertschätzung für die kleinen Momente der Nähe im Alltag. Hab ich sehr gemocht.

Dieses Buch erzählt in Form von Tagebucheinträgen und Briefen von Lieutenant Allan Forrester von einer Expedition zur Kartierung des Wolverine River in Alaska. Und - und das ist das Besondere- vom Leben seiner Frau Sophie, die zuhause bleibt und dabei ihre ganz eigene Karriere als Vogelfotografin begründet.

„Alles, was sie empfanden, war jenes Verständnis, das Menschen erst dann füreinander aufbringen können, wenn das Leben die eigenen Träume schon ein paarmal erschossen hat.“

Eine spannende Geschichte, gut recherchiert, gut erzählt. Man spürt das Herzblut des Autors und das fundierte Wissen, es werden viele Quellen zitiert und auch vom ganz alltäglichen Leben auf den Expeditionsschiffen wird berichtet. Zwischendurch zieht es sich ein bisschen, aber das hat mich nicht gestört.

Ein spannender Psychothriller über die düstere Beziehung zweier Schwestern. Da aus den unterschiedlichen Perspektiven abwechselnd erzählt wird, wird man beim Lesen hin-und hergerissen mit dem eigenen Verständnis und Mitgefühl. Leider am Ende für mich unglaubwürdig und sehr konstruiert.

Ein gut verständliches Buch über die Entstehung und Therapie von Entwicklungs- und Beziehungsstörungen. Der Fokus liegt auf der nicht ausreichenden Erfüllung von Grundbedürfnissen in der Kindheit, von der wohl die meisten Menschen in der einen oder anderen Weise betroffen sind, weshalb ich mit dem Begriff des „Traumas“ an dieser Stelle etwas hadere. Gute Einführung in den NARM-Ansatz (neuroaffektives Beziehungsmodell zur Traumaheilung).

Nachdem mir der Roman“Drei“ des Autors sehr gut gefallen hatte, waren meine Erwartungen an diesen Krimi vielleicht zu hoch. Weder der Schreiberin noch die verworrene Story um eine ungewollte Schwangerschaft und einen verschwundenen Touristen haben mich überzeugt.

↑ 2024
2023 ↓

Falls dieses Buch jemals verfilmt wird, werde ich mir den Film nicht anschauen können - ich müsste mir dauernd die Augen zuhalten. Es ist wirklich so gruselig und bedrohlich; Hogwarts in bitterböse. Dabei spannend, sarkastisch-witzig, mit mutiger Protagonistin, deren Mutter die für mich sympathischste Figur des Buches ist, obwohl sie kaum vorkommt.

Ein tolles Buch, das wirklich weiterhilft und anregend ist für die psychotherapeutische Arbeit mit komplex traumatisierten Menschen. Es gibt auch ein sehr gutes Selbsthilfebuch für Patient:innen dazu.

Band 5 der Serie um das ungewöhnliche Ermittlerpaar aus der Schweiz. Mit dem gewohnten sprachspielerischen Wortwitz. Und mit wirklich überraschendem Ende. Also wirklich überraschend! Aber ohne Erklärung. What???? Wann kommt Band 6??

Patrick Rothfuss hat eine ganz besondere Art zu schreiben, die ich sehr liebe. Besonders berührend sind die Vorbemerkung und das dreiteilige Nachwort. Dieses kleine Buch hat den großen Nachteil, dass es einfach viel zu kurz ist. Ich möchte so gerne wieder ein dickes neues Buch von diesem Autor lesen….

Spannender Krimi aus Island. Aber wirklich unglaubwürdig….: wer würde in einem total abgeschiedenen Haus bleiben, in dem nachts jemand herumschleicht und Dinge versteckt? …. Und mit Hühnerblut verrückte Botschaften an die Fenster schreibt??!

Gewalt gegen Frauen ist alltäglich und wird immer noch hingenommen. Die Autorin ist Rechtsanwältin und weiß genau, wovon sie schreibt. Ihr Engagement und das Herzblut, das in diesem Buch steckt, sind deutlich spürbar. Sie zeigt auf, dass das Thema uns alle betrifft und dass bestimmte tief verankerte Denkmuster mit fast jedem sonntäglichen „Tatort“ weiter aufrechterhalten werden. Christina Klemm fordert unser aller Hinschauen und Aktivwerden dafür, dass es mehr Schutzmaßnahmen und Unterstützung für Betroffene gibt, dass PolizistInnen und RichterInnen besser aus- und weitergebildet werden. Und vor allem, dass wir alle uns für einen gesamtgesellschaftlichen Wandel einsetzen.