Der letzte Band der „Schwestern-Saga“; jeder Band behandelt die Geschichte einer als Kind vom geheimnisvollen „Pa Salt“ adoptierten Frau. Die Suche nach der 7. Schwester führt nach Irland; es wird aus der Sicht einer Frau sehr berührend vom Kampf der Iren gegen die Unterdrückung durch die Briten erzählt. Ich hab es gern gelesen, bis auf ein Aber: Was mich wirklich enttäuscht hat (Achtung: Spoiler!): die „eigentliche“ Auflösung der Geschichte wird auf einen zukünftigen Band 8 über Pa Salt verschoben, die Autorin erklärt die Gründe dafür im Nachwort nachvollziehbar. Trotzdem enttäuschend. Zumal die Autorin kürzlich leider verstorben ist.
Die sechs d‘Aplièse-Schwestern haben ihre Herkünfte entdeckt und ein neues Leben gefunden, doch ein letztes Geheimnis haben sie zu lüften: Mary McDougal, ihre verschwundene siebte Schwester, für die es endlich einen Hinweis gibt, nämlich einen sternenförmigen Smaragdring, den sie besitzen soll. Allerdings berichtet Mary, dass ihre Mutter Merry den Ring für eine Weltreise an sich genommen hat und so bald nicht wieder zurückkehren wird. Zum Glück leben die Schwestern in verschiedenen Ländern, sodass sie sie verfolgen können – doch merken sie bald, dass Merry ihnen bewusst aus dem Weg zu gehen scheint …
Dieser siebte Band der Sieben Schwestern hat definitiv eine andere Struktur als die anderen, denn nicht nur kommen hier alle Schwestern zum Einsatz, weil sie alle Kontakt mit Merry und deren Kindern suchen, auch die direkte Vergangenheit der siebten Schwester spielt dieses Mal eine große Rolle. Tatsächlich war es sogar die Vorgeschichte mit Nuala, die mir am meisten Schwierigkeiten bereitete – denn obwohl ich ihre Freundschaft mit Philip sehr schön umgesetzt fand, haben mich die ganzen politischen Zusammenhänge hinter dem irisch-britischen Konflikt nicht interessiert und ich fand es deshalb besonders schwierig, in ihre Sichtweise reinzufinden.
Bei den anderen Schwestern fiel mir das schon leichter und ich mochte es, dass nicht nur alle Sichtweisen bekamen, sondern Maia und Ally zusätzlich eine eigene kleine Nebengeschichte erhielten, die mir sehr gefiel. Aber auch die Sichtweisen von CeCe, Elektra, Star und Tiggy waren so zufriedenstellend zu lesen, weil sie ihr Happy End natürlich schon bekommen haben, es aber gerade deshalb so schön war, zu lesen, wie sie es leben.
Am faszinierendsten fand ich die Rückblicke bezüglich Merrys Kindheit und ihrer Herkunft, weil ich so eingenommen von ihrem Familienleben war, ihren Patenonkel Ambrose und dessen Freund Father O‘Brien so mochte und diese Teile der Geschichte allgemein sehr gut erzählt waren. Tatsächlich hätte ich mir sogar noch mehr Szenen aus ihrem Leben gewünscht, weil ich so interessiert daran war!
Insgesamt fand ich diesen Band zwar nicht ganz so gut wie die vorigen Bände, mochte aber das Konzept und Merrys Geschichte sehr gerne. Ich freue mich schon darauf, bald den achten und letzten Band zu lesen!