Ganymedes ist einer von zwölf Gesegneten – oder zumindest sollte er es sein. Doch im Gegensatz zu den anderen hat er keine Gabe, was er auf der Schiffsreise zum Berg der Göttin unbedingt verbergen muss. Als allerdings bereits in der ersten Nacht die Erbin des Herrschers umgebracht wird, weiß er, dass es größere Probleme zu lösen gilt. Ganymedes macht sich auf, den Mörder zu finden, doch während die Leichen immer mehr werden, scheinen die Hinweise immer mehr zu schrumpfen …
Ich bin bei diesem Buch ein wenig hin- und hergerissen, weil es für etwa die ersten 85% eine unglaublich spannende, spaßige Story bietet, in die ich sehr investiert war, die letzten 15% bei mir allerdings einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen haben, weil die Handlungsentwicklung mir leider überhaupt nicht gefiel.
Aber starten wir am Anfang: Ganymedes ist ein absolut großartiger Protagonist, dessen Humor nicht nur die dramatische Handlung auf gute Weise auflockert, sondern dessen vergangenes Drama auch einen überraschend angenehmen Kontrast zum Humor bietet. Die Balance zwischen den beiden war genau richtig und machte es leicht, so richtig mit der Geschichte mitzufiebern, mit Anspannung zu erwarten, was als nächstes passiert und gleichzeitig die Charaktere liebzugewinnen.
Diese haben teils wegen der Morde, teils wegen ihrer Anzahl natürlich eine limitierte Screentime, aber sie alle haben es schafft, einen Eindruck zu hinterlassen – mein Liebling war natürlich die kleine Grashüpfer, wobei ich von den Nebencharakteren vor allem Nergüi und Shinjiro faszinierend fand. Letztendlich erfahren wir aber von überraschend vielen Charakteren ihre Vergangenheit und ihre Mühen, sodass es mir schwer fiel, in irgendeinem von ihnen einen Mörder zu sehen. Ich hatte sogar eine halb richtige Theorie, aber es gab definitiv Twists, die ich nicht kommen sah. Allein schon die Anzahl der Morde überraschte mich – tatsächlich kam sie mir zu hoch vor.
Das wahre Highlight bleiben aber immer noch Ganymedes mit seinem perfekten Mix aus Drama und Humor, Grashüpfer als die bezauberndste unter ihnen allen, und auch Ravi und Wyatt, deren Rollen mich sehr überraschten. Hier hilft es auch, dass das Worldbuilding so gut war – ich habe jede Information zu den Provinzen begierig in mich eingesaugt und fand es großartig, wie ihre Besonderheiten in die Handlung eingebaut wurden.
Doch leider gibt es nach diesen großartigen 85% einen Twist, der zwar durchaus geforeshadowt wurde, sich aber trotzdem wie Verrat am Leser anfühlte und es mir sehr viel schwerer machte, weiter investiert in die Handlung zu sein, weil ich mir die ganze Zeit eine andere herbeisehnte. Der Twist machte gewisse Aspekte des Romans – Charaktere, Romanzen, das Finale und Ende – geradezu unerträglich, weil die Botschaft hinter ihnen sich auf eine Weise veränderte, die ich nicht befürworten konnte. Hier wünschte ich wirklich, es hätte einen anderen Twist gegeben, der die zuvor etablierten Botschaften auch tatsächlich umsetzt.
Aus diesem Grund fällt es mir wie gesagt schwer, den Roman zu bewerten, weil ich ihn für einen Großteil so sehr genoss, der letzte kleine Teil allerdings einen großen Schatten warf, den ich bis zuletzt nicht abschütteln konnte. Deshalb kann ich den Roman leider nicht vollen Herzens empfehlen, so gut er auch in sehr vielen Aspekten war.
Ganymedes ist einer von zwölf Gesegneten – oder zumindest sollte er es sein. Doch im Gegensatz zu den anderen hat er keine Gabe, was er auf der Schiffsreise zum Berg der Göttin unbedingt verbergen muss. Als allerdings bereits in der ersten Nacht die Erbin des Herrschers umgebracht wird, weiß er, dass es größere Probleme zu lösen gilt. Ganymedes macht sich auf, den Mörder zu finden, doch während die Leichen immer mehr werden, scheinen die Hinweise immer mehr zu schrumpfen …
Ich bin bei diesem Buch ein wenig hin- und hergerissen, weil es für etwa die ersten 85% eine unglaublich spannende, spaßige Story bietet, in die ich sehr investiert war, die letzten 15% bei mir allerdings einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen haben, weil die Handlungsentwicklung mir leider überhaupt nicht gefiel.
Aber starten wir am Anfang: Ganymedes ist ein absolut großartiger Protagonist, dessen Humor nicht nur die dramatische Handlung auf gute Weise auflockert, sondern dessen vergangenes Drama auch einen überraschend angenehmen Kontrast zum Humor bietet. Die Balance zwischen den beiden war genau richtig und machte es leicht, so richtig mit der Geschichte mitzufiebern, mit Anspannung zu erwarten, was als nächstes passiert und gleichzeitig die Charaktere liebzugewinnen.
Diese haben teils wegen der Morde, teils wegen ihrer Anzahl natürlich eine limitierte Screentime, aber sie alle haben es schafft, einen Eindruck zu hinterlassen – mein Liebling war natürlich die kleine Grashüpfer, wobei ich von den Nebencharakteren vor allem Nergüi und Shinjiro faszinierend fand. Letztendlich erfahren wir aber von überraschend vielen Charakteren ihre Vergangenheit und ihre Mühen, sodass es mir schwer fiel, in irgendeinem von ihnen einen Mörder zu sehen. Ich hatte sogar eine halb richtige Theorie, aber es gab definitiv Twists, die ich nicht kommen sah. Allein schon die Anzahl der Morde überraschte mich – tatsächlich kam sie mir zu hoch vor.
Das wahre Highlight bleiben aber immer noch Ganymedes mit seinem perfekten Mix aus Drama und Humor, Grashüpfer als die bezauberndste unter ihnen allen, und auch Ravi und Wyatt, deren Rollen mich sehr überraschten. Hier hilft es auch, dass das Worldbuilding so gut war – ich habe jede Information zu den Provinzen begierig in mich eingesaugt und fand es großartig, wie ihre Besonderheiten in die Handlung eingebaut wurden.
Doch leider gibt es nach diesen großartigen 85% einen Twist, der zwar durchaus geforeshadowt wurde, sich aber trotzdem wie Verrat am Leser anfühlte und es mir sehr viel schwerer machte, weiter investiert in die Handlung zu sein, weil ich mir die ganze Zeit eine andere herbeisehnte. Der Twist machte gewisse Aspekte des Romans – Charaktere, Romanzen, das Finale und Ende – geradezu unerträglich, weil die Botschaft hinter ihnen sich auf eine Weise veränderte, die ich nicht befürworten konnte. Hier wünschte ich wirklich, es hätte einen anderen Twist gegeben, der die zuvor etablierten Botschaften auch tatsächlich umsetzt.
Aus diesem Grund fällt es mir wie gesagt schwer, den Roman zu bewerten, weil ich ihn für einen Großteil so sehr genoss, der letzte kleine Teil allerdings einen großen Schatten warf, den ich bis zuletzt nicht abschütteln konnte. Deshalb kann ich den Roman leider nicht vollen Herzens empfehlen, so gut er auch in sehr vielen Aspekten war.