Weite Wege Wandern

Tolles Buch! Im Vergleich zum "Handbuch Ultrawandern" deutlich besser geschrieben, sowohl sprachlich als auch von Aufbau und Struktur her. Die Anekdoten sind immer auch informativ und werden nicht langweilig. Der Fokus ist auf wirklich sehr spartanische und extreme Wanderungen (Wüsten, Sümpfe mit Alligatoren...) gelegt, aber auch weniger anspruchsvolle Wander*innen können viel daraus ziehen und Respekt vor den Distanzen und Herausforderungen abbauen. Alles geht.

Das Dorf der acht Gräber
384 Seiten

Ein toller Kriminalroman. Sehr atmosphärisch im Nachkriegsjapan angesiedelt mit Hintergrundgeschichte, Legenden, falschen Fährten und bewusst unwissendem Erzähler. Dazu ein tolles Setting in den Bergen mit Höhlen, Tempeln und alteingesessenen Familien. Der Fall könnte noch kniffliger sein und einen mehr an der Nase herumführen, ansonsten keine Kritikpunkte.

Schluss mit dem täglichen Weltuntergang
224 Seiten

Enthält viele Anregungen für den eigenen Umgang mit den Medien, viele interessante Studien und Fakten zu Verzerrungen der Wahrnehmung und des Denkens, auch und insbesondere in den Medien selbst (Fokus auf Negativ-Berichterstattung). Hätte mir allerdings mehr Klarheit gewünscht, was das Buch sein will. Teils Überblick über unseren Medienkonsum, teils Vorstellung von "Perspective Daily", teils kurze Beschreibung mehrerer kognitiver Verzerrungen ohne klaren Rückbezug auf den Umgang damit auf der eigenen Plattform oder zum Medienkonsum. Das letzte Kapitel wirkt damit wie ein Nachklappt, nicht gut integriert. Für an dem Thema interessierte aber eine gute Lektüre.

& Handbuch Ultrawandern
181 Seiten

Gibt einen guten Überblick über die verschiedenen Aspekte beim Ultrawandern mit praktischen Tipps und Detailwissen in leicht verständlicher Sprache. Dass es ein Handbuch von nicht regelhaften Autorinnen ist, merkt man aber an der Strukturierung, Gewichtung und teilweise auch zu geringen Ausarbeitung einzelner Abschnitte. Tendenz 3,5, um der Sterneinflation zu begegnen auf 3 abgerundet.