Bücherregal lädt …
– Noch einmal, für immer
 320 Seiten

Am Tag, als seine Mutter stirbt, entdeckt Alfie seine besondere Fähigkeit: Er kann jeden Moment ein zweites Mal wiederholen – muss jedoch mit den Konsequenzen seines zweiten Versuchs leben. So schafft er es erfolgreich, viele seiner Fehler ungeschehen zu machen, bis er auf Gianna, die große Liebe seines Lebens, trifft. Bald merkt er, dass auch seine Kraft ihre Grenzen hat …

Dieses Buch gehört wieder einmal zu denen, die ich bereits auf Englisch las, aber so sehr mochte, dass ich sie unbedingt auch auf Deutsch lesen wollte. Dabei sind meine Kritikpunkte größtenteils gleich geblieben – vor allem die Tatsache, dass Alfie und Gianna mir nicht wie die große wahre Liebe vorkamen, sondern wie eines der zahlreichen Paare wirkten, das sich am Anfang zwar sehr liebt, sich mit den Jahren jedoch auseinanderlebt und letztendlich nicht füreinander geschaffen ist.

Doch das Prinzip der Handlung und dessen Umsetzung bleiben dafür seine große Stärke: Ich liebte es unglaublich, wie Alfies Fähigkeit beschrieben und umgesetzt wurde. Nicht nur war sie sehr kreativ und wird in der Handlung gut genutzt, sondern regt auch zum Nachdenken an, sodass man automatisch selbst an die zahlreichen Momente denkt, die man gern wiederholt hätte. Es gibt zahlreiche Situationen, in denen Alfie ihre positiven (und negativen) Aspekte allein dadurch zeigt, dass er seine Fähigkeit benutzt, sodass die Handlungsidee auch tatsächlich genug Zeit bekommt, um zu scheinen.

Von den Nebencharaktere bleibt immer noch Wesley mein Liebling, der zwar sehr wenig Screentime hat, sich mir aber positiv ins Gedächtnis brannte. Aber auch LaPorta, der mit Alfie die Rahmenhandlung bildet, wuchs mir erstaunlich ans Herz. Beim ersten Lesen mochte ich die Rahmenhandlung bereits sehr, doch beim zweiten Lesen wusste ich sie noch mehr zu schätzen.

Von daher ist dieser Roman großartig für diejenigen geeignet, die magischen Realismus im Allgemeinen und die Grundidee der Handlung im Speziellen mögen. Meine einzige Kritik an der deutschen Ausgabe ist das KI-generierte Cover – es ist wirklich schade, dass ausgerechnet bei einem Buch, das menschliche Fehler in den Vordergrund stellt, eine Maschine für die Umschlagabbildung verantwortlich war!