Eight Detectives
352 Seiten

Ich habe es sehr schnell gelesen, es war spannend, unterhaltsam und hat viele unerwartete Wendungen. Ich frage mich nur, ob es nicht vielleicht 2-3 Wendungen zu viel waren, denn ich war phasenweise doch etwas verwirrt. Und irgendwie glaube ich, dass ich es jetzt nochmal lesen müsste, um die Details korrekt zu sortieren.

& Ohne Rücksicht auf Verluste
336 Seiten

Gute Bestandsaufnahme der Methoden der Bild-Zeitung und des Axel-Springer-Verlags im Ganzen. Ich frage mich die ganze Zeit beim Lesen: Warum ist man so boshaft? Wie kann man so gewissenlos sein? Warum möchte man anderen Menschen, meist völlig unschuldigen, zum Teil auch komplett unbeteiligten, so sehr schaden? Ich verstehe es nicht.

Becoming
400 Seiten

Spannende Einblicke & insgesamt sehr interessant. Stilistisch für mich ein kleines bisschen zu "amerikanisch-pathetisch" für meinen Geschmack – aber wie gesagt: Gutes Buch, beeindruckende Autorin.

Das Recht auf Faulheit
77 Seiten

Als Antwort auf das "Recht auf Arbeit" argumentiert er für kurze Arbeitszeiten und ist damit ein ziemlich früher Verfechter der 15h-Woche. Faulheit ist tatsächlich ein etwas polemisches Schlagwort, denn er geht tatsächlich von Effektivitäts-/Produktivitätssteigerung bei Verringerung der Arbeitszeiten aus. Und in vielen Punkten hat er wahrscheinlich Recht.

Literarisch aber nicht unbedingt der große Wurf, um ehrlich zu sein.

That’s Your Lot
320 Seiten

Bin mir nicht sicher was ich dazu sagen soll. Gelesen (und mutmaßlich auch geschrieben) in dickem schottischen Akzent (Glaswegian sogar, glaube ich) schwankt es zwischen sehr lustig, sehr schmerzhaft unangenehm und wirklich wirklich schwarzem Humor. Die Kurzgeschichten sind teils realistisch, teils fantastisch und ... im Grunde muss man es selbst gehört haben um zu verstehen was ich hier rede.

Ein Spaziergang im Schnee
220 Seiten

Himmel. Erzählungen aus einer anderen Zeit. Abgesehen davon, dass es ganz faszinierender, britischer Landkitsch ist (das Paradies, laut Rosamunde Pilcher, ist zweifellos in einem leicht herunterkommenen Cottage in wahlweise Cornwall oder Schottland – wo auch sonst), finde ich es faszinierend welches Bild von Geschlechterrollen und der Gesellschaft als Ganzes hier gezeichnet wird. Wirklich verstörende Missverhältnisse und Ungleichheiten werden völlig selbstverständlich hingenommen und nur sehr vorsichtig hinterfragt. Und doch gibt es immer wieder dezente emanzipatorische Momente und Charaktere dürfen aus ihren Rollen ausbrechen. Gut möglich, dass das mal als fortschrittlich galt. Es liest sich aber tatsächlich aber sehr flüssig runter und ist auf eine sehr wirre Art und Weise interessant – als Spiegel einer längst vergangenen Zeit, gewissermaßen. Und wenn es sonst nichts zeigt, dann doch wenigstens, dass wir uns als Gesellschaft scheinbar schon weiterentwickelt haben. Zum Glück.