– Der große Schock
 317 Seiten

Wichtiges Buch, wenn man – wie jetzt so viele sagen – "den Osten" verstehen will. Berichte vom Umbruch und Zusammenbruch der Wirtschaft zur Wende, aus den ganz persönlichen Perspektiven und Erinnerungen der Betroffenen. Es zeichnet ein wenig positives Bild der Treuhand und des Wiedervereinigungsprozesses, aber es war wahrscheinlich auch einfach kein guter Prozess. Ich bin überzeugt, dass die Herausforderung die ostdeutsche Wirtschaft bzw. Gesellschaft zu transformieren eine Riesige war, aber ich glaube auch, dass da sehr viel übers Knie gebrochen wurde, ohne zu verstehen was man da eigentlich vor sich hat.

– Silverview
 227 Seiten

Gar nicht schlecht, aber ich komme nicht über die Stelle hinweg in der es heißt, dass eine Person auf "Bernstein erhöht" werde.

Denn: Was für eine seltsame Übersetzung! "Raised to amber" ist wahrscheinlich die Originalformulierung, würde ich denken, denn es geht um eine Art "Threat level" und die Person wird auf dem Spektrum dieser Bedrohungsskala in den rötlich-orangenen Bereich verschoben. Aber "erhöht auf Bernstein" ist bleibt eine seltsame Formulierung.

Das heißt übrigens nicht, dass ich eine bessere Formulierung parat habe. Im Kontext des Buchs und des allgemeinen Stils ist es schwierig eine überzeugende Alternative zu finden, glaube ich.

Meine Botschaft ist: Übersetzungen sind kompliziert.

– A Murderous Plot (The Bookstore Mystery Series)
 230 Seiten

Uff. Das war hart. Ich glaube so schreibt jemand einen sympathischen, harmlosen Krimi, der das zwar total gern will, keine Ahnung hat wie das geht. Die Zutaten sind ganz grundsätzlich da, aber sie sind falsch dosiert und in der falschen Reihenfolge eingemischt.

Eindimensionale Figuren, unplausible Handlung, völlig irrwitzige Dialoge. Es ist auch nicht möglich Sympathie zu den Figuren aufzubauen, weil sie so fürchterlich flach sind. Das Buch will viel, aber es erreicht wirklich wenig.

& – Typisch Typo

Durchaus interessante Fakten über Schriftarten und ihre Geschichte – aber eben auch ein "Buch zum Podcast" und daher hatte ich irgendwie die ganze Zeit das Gefühl die Autor:innen plaudern mit mir. Ich wollte aber gar nicht plaudern, ich wollte etwas über Schriftarten lernen.

– Cosmopolis
 257 Seiten

Es fällt mir wirklich schwer zu sagen, was ich von dem Buch halte. Es war ein irrer Ritt es zu lesen und ich glaube ich brauche noch 1-2 Tage Reflexion um zu sagen ob es gut war oder nicht.