Natalie Heller Mills lebt mit Ehemann und fünf Kindern ein traditionelles Leben auf einer Farm, das sie auf ihrem Instagram-Account bewirbt. Natürlich ist das Leben nicht so einfach, wie sie es darstellt, aber Natalie ist gut darin, ihren Fans das zu geben, was sie sehen wollen. Doch dann wacht sie eines Tages auf und findet sich mitten auf ihrer Farm wieder – doch alles ist ein bisschen anders, ihre Kinder und ihr Ehemann, und vor allem das Leben, das sie führt. Es scheint, als wäre sie in der Zeit zurückgereist, denn nun muss sie das Farmleben ohne den Komfort moderner Erfindungen führen. Und es ist die Hölle. Natalie muss entkommen, so schnell es geht … und herausfinden, was mit ihr passiert ist.
Das Konzept der Handlung klang ungemein faszinierend, doch bin ich ein wenig hin- und hergerissen, was die Umsetzung angeht. Denn einerseits war die Lektüre ausgesprochen unterhaltsam, aber andererseits unmöglich zu empfehlen, wenn man nicht den Eindruck erwecken will, Natalies Sichtweisen zu teilen. Sie war so weit entfernt von meinen eigenen Meinungen, dass ich allein deshalb zögere, eine Empfehlung auszusprechen: Weil diese suggerieren würde, dass ich Natalies Sichtweisen zustimme, was definitiv nicht der Fall ist. Sie selbst war eine unsympathische Protagonistin, die es nicht mochte, von anderen für ihren Lebensstil verurteilt zu werden, aber konstant andere wegen ihres Lebensstils verurteilt hat. Jedoch ist sie tatsächlich als unsympathischer Charakter beschrieben, soll heißen: Andere Charaktere äußern sich ihr gegenüber kritisch und ihre Sichtweise wird nicht als die einzig Richtige dargestellt, was für mich ein Pluspunkt war, auch wenn ich Natalie als Charakter nicht mochte.
Spannend fand ich zu meiner Überraschung nicht Natalies neue Situation, in der sie sich mit tatsächlichem Farmleben auseinandersetzen muss, sondern ihr Weg, ihre moderne Farm überhaupt zu bekommen. Dieser Teil der Handlung war wirklich fesselnd und ich konnte mich stellenweise sogar in Natalies Situation hineinversetzen, oder zumindest Mitgefühl mit ihr haben. Anders war da wie gesagt die „alternative“ Realität. Der Twist ihr bezüglich war absolut genial und dabei überraschend logisch, aber die Ereignisse selbst plätscherten ganz schön vor sich hin. Der Kontrast zwischen den beiden Handlungssträngen (dem spannenden Weg zur modernen Farm und dem eintönigen Leben auf der tatsächlichen Farm) war dabei so stark wie Kontrast zwischen den Farmen selbst, und es dauert bis zum Ende, bis man die Relevanz der „Eigentliche“-Farm-Kapitel überhaupt begreift. Und ja, sobald man das tut, ändert sich der Kontext der zuvor eintönigen Kapitel dramatisch, aber trotzdem nicht genug, als dass man die Kapitel plötzlich liebgewonnen hätte.
Insgesamt also eine gute Lektüre, aber leider eine sehr schwer zu empfehlende.
Natalie Heller Mills lebt mit Ehemann und fünf Kindern ein traditionelles Leben auf einer Farm, das sie auf ihrem Instagram-Account bewirbt. Natürlich ist das Leben nicht so einfach, wie sie es darstellt, aber Natalie ist gut darin, ihren Fans das zu geben, was sie sehen wollen. Doch dann wacht sie eines Tages auf und findet sich mitten auf ihrer Farm wieder – doch alles ist ein bisschen anders, ihre Kinder und ihr Ehemann, und vor allem das Leben, das sie führt. Es scheint, als wäre sie in der Zeit zurückgereist, denn nun muss sie das Farmleben ohne den Komfort moderner Erfindungen führen. Und es ist die Hölle. Natalie muss entkommen, so schnell es geht … und herausfinden, was mit ihr passiert ist.
Das Konzept der Handlung klang ungemein faszinierend, doch bin ich ein wenig hin- und hergerissen, was die Umsetzung angeht. Denn einerseits war die Lektüre ausgesprochen unterhaltsam, aber andererseits unmöglich zu empfehlen, wenn man nicht den Eindruck erwecken will, Natalies Sichtweisen zu teilen. Sie war so weit entfernt von meinen eigenen Meinungen, dass ich allein deshalb zögere, eine Empfehlung auszusprechen: Weil diese suggerieren würde, dass ich Natalies Sichtweisen zustimme, was definitiv nicht der Fall ist. Sie selbst war eine unsympathische Protagonistin, die es nicht mochte, von anderen für ihren Lebensstil verurteilt zu werden, aber konstant andere wegen ihres Lebensstils verurteilt hat. Jedoch ist sie tatsächlich als unsympathischer Charakter beschrieben, soll heißen: Andere Charaktere äußern sich ihr gegenüber kritisch und ihre Sichtweise wird nicht als die einzig Richtige dargestellt, was für mich ein Pluspunkt war, auch wenn ich Natalie als Charakter nicht mochte.
Spannend fand ich zu meiner Überraschung nicht Natalies neue Situation, in der sie sich mit tatsächlichem Farmleben auseinandersetzen muss, sondern ihr Weg, ihre moderne Farm überhaupt zu bekommen. Dieser Teil der Handlung war wirklich fesselnd und ich konnte mich stellenweise sogar in Natalies Situation hineinversetzen, oder zumindest Mitgefühl mit ihr haben. Anders war da wie gesagt die „alternative“ Realität. Der Twist ihr bezüglich war absolut genial und dabei überraschend logisch, aber die Ereignisse selbst plätscherten ganz schön vor sich hin. Der Kontrast zwischen den beiden Handlungssträngen (dem spannenden Weg zur modernen Farm und dem eintönigen Leben auf der tatsächlichen Farm) war dabei so stark wie Kontrast zwischen den Farmen selbst, und es dauert bis zum Ende, bis man die Relevanz der „Eigentliche“-Farm-Kapitel überhaupt begreift. Und ja, sobald man das tut, ändert sich der Kontext der zuvor eintönigen Kapitel dramatisch, aber trotzdem nicht genug, als dass man die Kapitel plötzlich liebgewonnen hätte.
Insgesamt also eine gute Lektüre, aber leider eine sehr schwer zu empfehlende.