Lesetagebuch
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Abels Tochter
 588 Seiten

Die Lebensgeschichte einer Einwanderin aus Polen, die die erste Präsidentin der USA werden möchte. Wieder ein typischer Jeffrey Archer-Schmöker. Diesmal jedoch vor allem gegen Ende viele Längen - und der Schluss selbst ist für meinen Geschmack zu kitschig.

Klara und die Sonne
 352 Seiten

Klara, eine künstliche Intelligenz, erzählt aus ihrer Sicht die Geschichte ihrer menschlichen Freundin. Hat mich an den Film „Ich bin Dein Mensch“ erinnert, geht in der Konsequenz aber noch einen Schritt weiter. Aufgrund der ungewöhnlichen Erzählperspektive erschließen sich manche Aspekte erst im Verlauf der Geschichte. Eine ruhige, dystopische Geschichte, die nachdenklich macht.

Das mangelnde Licht
 830 Seiten

Eine Geschichte, die einen unglaublichen Sog entwickelt. Wie ist es nur möglich, so erzählen zu können? Dieses Buch feiert das Leben und die Freundschaft, ist dabei so berührend und so sehr traurig. Erzählt wird nur ein Tag, eine Fotoausstellung in Brüssel. Von Foto zu Foto wird in Rückblenden und Erinnerungen von der Freundschaft zwischen 4 Frauen erzählt; eine davon die Fotografin. Das Buch fordert uns LeserInnen etwas ab, keine Grausamkeit wird ausgelassen, manchmal tut das Lesen richtig weh. Und gleichzeitig ist es so voller Liebe und Mitgefühl und Leben. Großartig!!

Hard Land
 352 Seiten

„In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb.“ Das ist der erste Satz dieses Romans und er beinhaltet alles. Benedict Wells erzählt einfühlsam von den Gefühlen beim Erwachsenwerden, der Bedeutung der Musik, vom Wegwollen aus dem Ort der Kindheit, von intensiver Freundschaft. Mich hat es an „Der große Sommer“ von Ewald Arenz erinnert, aber bei weitem nicht so stark emotional berührt.

Die Überlebenden
 302 Seiten

Dieses Buch erzählt die Geschichte einer bedrückenden Kindheit aus der Perspektive des mittleren von drei Brüdern. Die Brüder treffen sich nach dem Tod der Mutter, um ihr den Wunsch zu erfüllen, ihre Asche im See des Sommerhauses ihrer Kindheit zu verstreuen. Dieser Tag wird nicht chronologisch erzählt; dazwischen Rückblenden und Erinnerungen an eine von Alkohol und emotionaler Vernachlässigung geprägte Kindheit . Dadurch entwickelt sich eine einzigartige Spannung und ein Sog beim Lesen - und alles endet mit einem unvorhersehbaren Knall am Ende, der ein völlig anderes Licht auf das Erzählte wirft. Durchkonstruierte Erzählkunst!

Achtsam morden am Rande der Welt
 384 Seiten

Der 3. Band um den Anwalt Björn Diemel. Diesmal wird auf Anraten seines Achtsamkeitstherapeuten der Jakobsweg unter die Füsse und der Trend des Pilgerns auf die Schippe genommen. Nachdem ich vom 1. Band dieser Reihe wirklich angetan war, ist es im dritten einfach nur mehr desselben; ganz nett und locker zu lesen.

Crossroads
 825 Seiten

Es geht um eine 6köpfige Familie Anfang der 1970er Jahre; der Vater ist Pfarrer, crossroads heißt die Jugendgruppe seiner Gemeinde. Erzählt wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Familienmitglieder, die alle mit Problemen zu kämpfen haben, von psychischer Labilität über Glaubensthemen bis hin zu Loyalitäts- und Zugehörigkeitsfragen. Ich hatte eher Mühe mit dem Buch…., zwischendurch gab es interessante Kapitel, aber für mich war viel Uninteressantes, Langatmiges drin (wobei ich die schriftstellerischen Qualitäten durchaus sehe). Also……: meins war es nicht; ich werde die nächsten beiden Bände dieser als Trilogie geplanten Reihe nicht lesen.

Allein
 160 Seiten

Daniel Schreiber hat in Pandemiezeiten dieses schmale, kluge, sehr persönliche Buch über das Alleinesein und Alleine-Leben geschrieben. Von der Philosophie über psychologische Theorien wie die der „uneindeutigen Verluste“ bis hin zur Serie „Friends“ und zu seinen ganz persönlichen Erfahrungen setzt er sich in wunderbarer, präziser Sprache mit den Implikationen des Alleine-Lebens auseinander.

Dachs und Stinktier
 144 Seiten

Dachs wohnt allein und beschäftigt sich mit seiner wichtigen Steinforschung. Dann zieht Stinktier ein und plötzlich gibt es wunderbares Frühstück (mit Erdbeer-Zimt-Muffins) und Chaos und Hühner. Ein witziges Buch über Macken und Freundschaft und die Fähigkeit, sich zu entschuldigen.

Die letzte Bibliothek der Welt
 368 Seiten

Die Bibliothek in einem kleinen englischen Dorf soll geschlossen werden. Und alle, die sich verbunden fühlen mit Büchern und mit der Bücherei und mit den Menschen dort schließen sich zusammen, um das zu verhindern. Ein rundum nettes Buch mit rundum-Happy-End (das ist kein Spoiler, das weiß man schon, wenn man das Buch nur anschaut); richtig schöne Wohlfühllektüre.

In ewiger Freundschaft
 480 Seiten

Ein Mord im Literaturbetrieb. Die Auflösung zieht sich über viele langweilige Seiten; die Charaktere bleiben farblos, die Story unglaubwürdig. Erst ganz ganz zum Schluss wird es ein bisschen spannend. Schade-die ersten Bände dieser Krimireihe habe ich vor Jahre wirklich gerne gelesen (zB „Schneewittchen muss sterben“). Aber jetzt packe ich Frau Neuhaus zu Herrn Fitzek in die „lese-ich-nicht-mehr“-Kategorie.

Tale of Magic: Die Legende der Magie 1 – Eine geheime Akademie
 464 Seiten

Unter den besten HörbuchsprecherInnen ist Rufus Beck für mich der absolut Großartigste. Dies zeigt sich auch hier wieder: wunderbar gelesen mit einer Stimmenvielfalt von Ganzkörpergänsehaut bis zu lautem Lachen. Eine tolle magische Geschichte, die wie ein Märchen gehört werden kann, die aber auch eine feministische und gesellschaftskritische Botschaft hat. Auch psycho(patho)logische Phänomene kommen vor. Hat mir richtig gut gefallen.

Barbara stirbt nicht
 255 Seiten

Nach 52 Ehejahren mit sehr traditioneller Rollenverteilung steht Barbara eines Morgens nicht mehr auf. Und Walter, der weder Kaffee noch sonst irgendetwas kochen kann, ist plötzlich mit für ihn vollkommen neuen Herausforderungen konfrontiert. Hinter seiner schlecht gelaunten, missmutigen Fassade verbirgt sich ein liebenswerter Kern, der mehr und mehr zeigt, als er zum Beispiel die Verkäuferin mit den blauen Haaren aus der Bäckerei als Haushaltshilfe einstellt, nachdem sie ihren Job verloren hat ( und: er -natürlich!- in dieser Bäckerei keine Brötchen mehr kauft!). Komik und Tragik sind in dieser Geschichte auf gekonnte warmherzige Art verbunden.

Shelter
 432 Seiten

Ein wirklich gut durchdachter, rundum schlüssiger und sehr spannender Roman. Es geht um eine auf einer Geburtstagsparty ausgedachte „Verschwörungstheorie“, die -einmal in die Welt (=das Internet) gesetzt- zunehmend bedrohlichere Kreise zieht. Aktuell, glaubhaft und spannend; typisch Poznanski.

↑ 2022
2021 ↓
Shuggie Bain/deutsche Ausgabe
 490 Seiten

Eine Kindheit in Glasgow in den 1980ger Jahren. Die Zechen werden geschlossen, Arbeitslosigkeit, Armut, Gewalt und Alkoholismus nehmen zu. Das Leben der Kinder und Jugendlichen ist trist und trostlos. Besonders für Shuggie, der anders ist, zart und feminin. Sein Herz gehört seiner Mutter, die sich mit glitzerndem Schmuck, weißen künstlichen Zähnen und auffälliger Kleidung der Tristesse widersetzt und doch zunehmend Trost im Alkohol sucht. Seine Mutter zu retten macht Shuggie zu seiner Lebensaufgabe, an der er -das wird nach einer Zwischenphase mit viel Hoffnung erschreckend klar - scheitern muss. Dieser autofiktionale Roman ist erschütternd. Manchmal bleibt einem die Luft weg beim Lesen ob der Gewalt und Mitleidslosigkeit. Und ich glaube, man kann gar nicht anders, als Shuggie ins Herz zu schließen.

Sturmvögel
 336 Seiten

Erzählt wird die Lebensgeschichte von Emmy, 1907 in ärmlichen Verhältnissen auf einer Nordseeinsel geboren und 1995 in Berlin verstorben - und zwar wirklich großartig erzählt von Elisabeth Günther als Hörbuch. Von Kapitel zu Kapitel wird aus den unterschiedlichen Lebensphasen berichtet, von Krieg und Verlusten, von tiefer Freundschaft, Liebe und den ganz unterschiedlichen Beziehungen zu den Kindern. Eine Art personifiziertes Geschichtsbuch, wie wir alles es wohl über die Lebensgeschichten unserer (Ur-)Großmütter schreiben könnten. Wenn wir denn so herzerwärmend, humorvoll und spannend erzählen könnten wie Manuela Golz.

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
 478 Seiten

Eine locker-leichte Geschichte mit sympathischen Protagonisten und mit viel Magie. Ich habe mehrmals laut gelacht beim Lesen und hätte mir an manchen spannenden Stellen auch die Fingernägel abgekaut, wenn ich Nägel kauen würde. Richtig gut geschrieben, wunderbar zum Eintauchen an einem verregneten Tag…., wenn man Fantasy und Liebesgeschichten mag. Ich freue mich jedenfalls auf Teil 2.

Über Menschen
 416 Seiten

Eine Frau zieht während der Corona-Pandemie aus Berlin aufs Dorf. Ihr Nachbar stellt sich ihr als der „Dorf-Nazi“ vor. Es entwickelt sich über alle Vorurteile und jedes Schubladendenken hinweg eine tiefe Freundschaft. Julie Zeh schreibt mit einer Klugheit und Differenziertheit und mit Herzenswärme über die Menschen. Hat mir sehr gut gefallen.