Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Erebos
 485 Seiten

Dieses Lesen über ein Computerspiel kann ganz schnell ganz öde werden. Passiert hier aber nicht. Das ist super spannend, das ist toll erzählt, das ist nerdig und es ist romantisch, hinterhältig und verbündend, aggressiv und kooperativ.

(https://sr-rolando.com/2020/12/22/erebos-von-ursula-poznanski/)

Pixeltänzer
 200 Seiten

Wie nahe können sich eigentlich zwei Menschen werden, die kurz per Zufall in einer App verbunden für drei Minuten miteinander per Telefon sprechen? Im Pixeltänzer gibt es eine Art Antwort darauf.

Mittendrin und als Teil der Geschichte gibt es Links auf eine Webseite, welche die Erzählung sicher anreichern können und quasi noch eine Ebene obendrauf packen. Aber das braucht es gar nicht. Man kann das prima auch ganz ordinär und linear als Buch lesen. Klappt wunderbar, unterhält prächtig.

Was will man mehr? Eine Empfehlung.

(https://sr-rolando.com/2020/11/03/pixeltaenzer-von-berit-glanz/)

Erebus
 352 Seiten

Auf jeden Fall ist dieses ein ganz wundervolles Beispiel, warum der mare-Verlag so großartig ist. Dort gibt‘s nur Bücher, die irgendwas mit Wasser zu tun haben. Und die haben es oft in sich. Erebus landete nicht umsonst in der engeren Auswahl für den Preis der Hotlist als eines der besten Bücher aus unabhängigen Verlagen in diesem Jahr.

Übersetzt wurde Erebus übrigens von Rudolf Mast. Sprachlich fällt beim Lesen nichts weiter auf. Das spricht wohl für seine Arbeit. Danke dafür.

Und die Moral von der Geschicht? Das hier ist eine Empfehlung, wenn einen Seefahrergeschichte erpicht.

(https://sr-rolando.com/2020/10/10/erebus-von-michael-palin/)

Paradise City
 280 Seiten

Es geht im Buch um einen Blick in eine mögliche Zukunft. Es ist keine allzu ferne, aber es ist eine des starken Staates und mit möglichst vollkommener Überwachung, bei der z.B. eine Gesundheits-App für die Regulierung des Alltags sorgt.

Obendrein geht es um die Macherin hinter eben dieser App. Und es geht um einige wenige, die noch Widerstand leisten, die noch kritische Fragen stellen und dafür natürlich Stress bekommen.

Mittendrin steht Liina, eine Frau mit künstlichem Herzen, somit abhängig vom Gesundheitsüberwachungsstaat. Eine Frau aber auch, die für eine unabhängige Agentur Nachrichten recherchiert und somit das System angreift. Eine Frau, die mit einer Affäre zwischen den Stühlen steht.

Das birgt nicht nur genug Potential für spannende Reibungsflächen, sondern nutzt dieses auch solide aus. Personen, Intrigen, Schauplätze, Konflikte: alles wechselt schnell und doch schlüssig. Das liest sich flüssig und spannend. Das macht Spaß.

(https://sr-rolando.com/2020/08/29/paradise-city-von-zoe-beck/)

Perry Rhodan - Das größte Abenteuer
 848 Seiten

Wie es sich bei einer großen Saga und einem erfahrenen Autoren gehört, ist die Geschichte der Jugendjahre des Perry Rhodan natürlich nicht ganz geradlinig. Sie spielt aber passenderweise mitten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in welcher ja doch so einiges los wahr. Und vieles davon finden hier seinen Platz und spielt eine Rolle.

Hier gibt's solides Coming-of-Age, welches auch dann noch Spaß macht und spannend unterhält, wenn klar ist, dass aus dem Protagonisten am Ende ein großer Held wird.

(https://sr-rolando.com/2020/07/12/perry-rhodan-von-andreas-eschbach/)

Der Wal und das Ende der Welt
 476 Seiten

Es sind keine kleinen Fragen und Themen, die John Ironmonger hier aufwirft. Und er schafft das doch recht leichtfüssig. Die Geschichte zieht einen flüssig durch die Seiten, entblättert die Historie unseres anfänglich nackten Mannes stückweise und streut Gedankenmodelle samt z.T. wilder Theorien mit ein, ohne dabei sonderlich mit dem erhobenen Zeigefinger zu winken.

Das liest sich flüssig und angenehm, was natürlich auch an der soliden Übersetzung von Tobias Schnettler und Maria Poets liegen kann.

Eine Empfehlung.

(https://sr-rolando.com/2020/06/27/der-wal-und-das-ende-der-welt/)

A World Without Work
 272 Seiten

Schöne Theorien, man folgt ihnen gern, es tut auch nur selten weh, selbst wenn man nicht direkt zustimmt, was durchaus an mehreren Stellen vorkommen kann.

Es ist eine feine Gelegenheit zum Kopfnicken, zum Gesprächsstoff und Argumente tanken für den nächsten Smalltalk bei irgendwann wohl wieder aufkommenden Cocktailparties. Konkret Verwertbares für den tatsächlichen Alltag sucht man hingegen eher vergeblich. Dafür sind dann andere zuständig. Man kann halt nicht alles haben.

Und bis aus all den Theorien irgendeine reale Wirklichkeit geworden ist, werden wir wohl weiterhin die gute alte Arbeit selbst machen dürfen. Nun denn.

(https://sr-rolando.com/2020/06/12/a-world-without-work/)

Serpentinen
 272 Seiten

Leichte Kost ist das nicht. Aber trotzdem erstaunlich lesbar. Wenn man die Gedanken erträgt, kann man die Reise mit den beiden ruhig mitmachen. Wenn man eher etwas leichter verträgliche Lektüre sucht, bietet sich natürlich das erwähnte Auerhaus an. Oder man findet noch ein Exemplar seines Debüts, Deadline heißt das, aber so ganz einfach ist das ja auch nicht. Mit Bov Bjerg wird’s halt nicht langweilig.

Mal gucken, was da als nächstes kommt.

(https://sr-rolando.com/2020/06/02/serpentinen-von-bov-bjerg/)

Zum zweiten Mal tot
 0 Seiten

Hier gibt’s wirklich einen bunten Strauß an Charakteren. Und auch wenn diese natürlich jeweils ihre besonderen Macken haben, lassen sie sich nicht einfach in Schubladen stecken, aus denen man sie unverändert herausziehen kann. So spannend wie die Handlung ist, so temporeich verändern sich auch die Personen darin.

Das ist nicht einfach nur solide Handarbeit, sondern das macht den Text ganz wundervoll lesbar.

(https://sr-rolando.com/2020/05/05/zum-zweiten-mal-tot-von-marcus-johanus/)

Rumo
 684 Seiten

Vom frisch geborenen Wolpertingerwelpen, einmal quer durch Zamonien, mit Herausforderungen, Freunden, Feinden, der Liebe und bis zum Happy End: Hier gibt es eine Heldenreise, die sich gewaschen hat. Ein Traum.

(https://sr-rolando.com/2020/04/26/rumo-von-walter-moers/)

Die Kreuzfahrer
 224 Seiten

Entspannt über die Absurditäten des Alltags zu erzählen, kann Señor Kaminer ganz wundervoll. Mit vielen, vielen anderen Menschen und seiner Frau ist er auf diversen Kreuzfahrtrouten unterwegs gewesen, hat den Unfug, den er selbst sowie die anderen dabei getrieben haben, durchaus wahrgenommen und findet unterhaltsame Anekdoten selbst da, wo wohl eigentlich eher gar keine sind.

Großartig. Und ganz sicher erheblich unterhaltsamer, als sich dieser Art des Reisens selbst hinzugeben.

(https://sr-rolando.com/2020/04/25/die-kreuzfahrer-von-wladimir-kaminer/)

Das Register
 590 Seiten

Eine Welt des Untergrunds, aus der wir dann auf Verschwörungen, auf Korruption, auf Idealisten und auf Geschichten mit doppeltem Boden gucken können. Das ist futuristisch und gleichzeitig brandaktuell, es ist technologisch kühl und gleichzeitig emotional, es ist rasant spannend und gleichzeitig locker erzählt.

Oder anders gesagt: Wenn schon Science Fiction, dann so wie hier, mit einem gut durchdachten Setting und ohne kitschige Zukunftsromantik.

Gefällt. Sehr sogar. Auch wenn (Achtung: Kritik!) das Ende etwas sehr mit dem Holzhammer auf eine kommende Fortsetzung hinweist. Aber sei es drum.

Eine Empfehlung.

(https://sr-rolando.com/2020/04/19/das-register-von-marcel-mellor/)

Das Marsprojekt
 317 Seiten

Andreas Eschbach erzählt mit gewohnt gesetzten Spannungsbögen, etwas wohligem Idealismus und der gesunden Fantasie für nicht all zu ferne Science Fiction. Es macht Spaß, sich der Geschichte hinzugeben. Am Ende summt man still ein Kinder an die Macht vor sich hin und es fühlt sich nur so mäßig kitschig und verkehrt an. Und obwohl das Buch laut Copyright-Vermerk knapp 20 Jahre alt ist, wirkt es damit glatt hochaktuell.

Erfrischend.

(https://sr-rolando.com/2020/03/19/das-marsprojekt-von-andreas-eschbach/)

Der Schatten
 416 Seiten

Eine interessante Idee erzählt sie spannend und verpackt alles so, dass keine handwerklichen Fehler beim Lesen stören.

Wie toll, eine klare Leseempfehlung.

(https://sr-rolando.com/2020/03/08/der-schatten-von-melanie-raabe/)

Laufen
 208 Seiten

Laufen ist top. Und für die Momente, in denen man dann doch mal ganz schlicht herumsitzt gibt es unter anderem dieses feine Buch in die Hand. Laufen heißt es, um Depressionen geht es, auf ersteres macht es Lust, gegen letzteres hilft es zumindest ein klein wenig. Es mag unpassend sein, aber: Dieses Buch zu lesen macht Spaß.

Eine glasklare Empfehlung.

(https://sr-rolando.com/2020/03/01/laufen-von-isabel-bogdan/)