Bücherregal lädt …
Bushaltestelle
 224 Seiten

Sehr traurig, sehr sehr gut gemacht, wie all die Motive miteinander verknüpft werden, wie so ein tragisches Muster sichtbar wird, aus dem sich keine der Figuren wirklich befreien kann. Wie sie alle miteinander eher im Unglück als in Liebe verstrickt sind. Und Bleier urteilt nie, über keine ihrer Figuren, über keine ihrer Handlungen. Sie zeigt und bleibt neutral, und das macht es so traurig und so gut.

Trauer
 47 Seiten

Der Versuch die Trauer auszusprechen, dabei immer das Unfaßbare und Unvermittelbare der Trauer deutlich machend, nur wer gerade auf seine ureigene Art trauert, spürt sie wirklich und dann so intensiv, dass es weder Trost noch Sprache dafür gibt.

↑ 2024
2023 ↓
Vatermal
 241 Seiten

Leider ist die großarige Idee am Anfang, sich den Vater zu fantasieren, weil man ihn nicht kennt, dann doch nicht das Kernstück. Es geht dann eben um eine Kindheit, um eine weitere Kindheit, um tragisches und alltägliches. Gut, aber nicht herausragend.

Gedanken Zerren
 56 Seiten

wir haben alle eine eigene Sprache, manche sogar eine sehr ausgeprägt eigene Sprache, was generell sehr gut ist, wenn man schreibt. Trotzdem korrespondieren einige Sprachen eher mit der Leserin und andere weniger. Dündars Sprache korrespondiert leider eher wenig mit meiner. Aber ich sehe durchaus die Eigenheit und Einwilligkeit und finde das an sich gut.