Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Ada und die Algorithmen
 236 Seiten

Man bekommt ein gutes Verständnis davon wie das heutige maschinelle Lernen funktioniert, wo die Ursprünge liegen, was gut funktioniert und was eher nicht. Im Buch sind QR-Codes verteilt, hinter denen Beispiele oder Programme zum selbst ausprobieren sind.
Das deutsche Layout ist schlecht, da sich im Text auf Grafiken bezogen werden, die manchmal erst Seiten später kommen. Bewerte ich hier aber nicht.

Blockchain Chicken Farm: And Other Stories of Tech in China's Countryside
 256 Seiten

Beim lesen hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass das Buch als Dokumentation für einen Streaminganbieter mir viel mehr gegeben hätte. Obwohl die Beschreibungen der verschiedenen Orte, die besucht werden, sehr gut sind, will ich die ganze Zeit mehr sehen.
Das ländliche China ist wahrscheinlich hier in Deutschland nur ein Mythos und wie bei vielen Mythen entspringt auch sehr viel der Fantasie. Dieses Buch zeigt anhand von Beispielen, wie die Dörfer vom Staat oder vielmehr den Konzernen ans Internet angeschlossen werden und was das für sie bedeutet.
Es sind viele Interviews mit verschiedenen Personen und eigene Erzählungen von Xiaowei Wang, die versuchen, mit dem Mythos aufzuräumen.
Gleichzeitig wird immer wieder mit einem vergleichenden Schwenk zu den USA die Beziehung beider Länder zueinander beleuchtet.
Mir hat es sehr gut gefallen, da mir wieder selber bewusst wurde, wie viel mein Wissen über China eher auf Mythen basiert und ich unbedingt nacharbeiten muss.

Lagoon
 306 Seiten

Ich möchte inhaltlich nicht so viel sagen, nur dass man sich als Europäer darauf einstellen muss vieles nachzuschlagen. Es gibt zwar ein Glossar mit Erklärungen, aber etwas Wissen über die Mythologie wird vorausgesetzt. Daher öffnete dieses Buch mir ein paar kulturelle Türen, worüber ich froh bin.
Die Autorin springt relativ häufig in kurzen Kapiteln zwischen verschiedenen Figuren hin und her. Dadurch entsteht keine große Bindung zu den Figuren, allerdings wird einem somit Lagos näher gebracht.
Ansonsten: Spannende Sci-fi Story, mit etwas mehr Fokus auf Fiction und einer Stadt als Protagonistin.

Catalyst Gate
 608 Seiten

Ich wollte natürlich wissen, mit ein wenig Abstand zum 2. Teil, wie die Geschichte beendet wird.
Generell zu viele Plottwists. Es scheint mir, als könnte die Autorin jedes Fundament ihrer Geschichte umstoßen und lässt mich Zweifelnd zurück ob nicht nochmal wieder etwas komplett unerwartetes passiert. Was im 1. Buch interessant war, wurde hier irgendwann nervig.
Viele Personen sind durch nicht ganz logische Umstände miteinander verbunden und ich hätte mir manchmal gewünscht, dass das Setting genauso gut Beschrieben wird, wie die Figuren.
Leider zieht sich das Ende dann auch noch wie Kaugummi, weil irgendwie noch ein Happy End konstruiert werden musste.
Die Grundidee und die Story der Reihe mochte ich, leider nicht den Stil.

The Anthropocene Reviewed
 293 Seiten

Ich habe ehrlich gesagt mich vorher nicht so sehr mit dem Buch oder Green beschäftigt. Ich kannte ihn nur als „den einen Bruder von vlogbrothers“. Den Kanal gucke ich aber auch seit 2010 oder so nicht mehr.
Ich bin also ohne Erwartungen herangegangen und war komplett überrascht. Das Buch ist eine Ansammlung von Essays über die Dinge, die unser Leben und speziell dass des Autors so ausmachen.
Es wird jedes Mal sehr philosophisch und gerne autobiografisch, aber nie langweilig. Gleichzeitig kann es auch eine Quelle für unnötiges Partywissen sein.
Es ist wunderbar geschrieben, hat aber meiner Meinung eher etwas in der Kategorie Kunst/Poesie als bei „Nonfiction“ zu suchen.

Abschied von Hermine
 224 Seiten

Wer etwas über den Tod mit all seinen Facetten lesen möchte ist hier vollkommen richtig. Leider wird nur sehr kurz auf den menschlichen Sterbeprozess eingegangen und welche Gedanken man selber und die Angehörigen haben.
Was mir gut gefallen hat, ist die Leichtigkeit und der Witz wie mit dem Thema umgegangen wird.

↑ 2022
2021 ↓
Nachrichten aus Mittelerde: Illustrierte Ausgabe
 720 Seiten

Ein Buch voller Hintergrundwissen aus der Welt von Mittelerde, für alle die… einfach noch mehr darüber wissen wollen.
Wie kam Gandalf eigentlich zu seinem Namen? Warum ist Aragorn eigentlich in "Herr der Ringe" 87 Jahre alt? Was ist Númenor? Wie kamen die Schwarzen Reiter ins Auenland?
Ehrlich gesagt, verstehe ich nun ein paar Handlungsstränge aus "Herr der Ringe" und "Hobbit" besser und fühle mich sehr gut auf die Amazon Serie 2022 vorbereitet.
Die Übersetzung ist gewohnt gut, wie man sie aus den alten Büchern kennt (niemand wird hier Chef genannt) und ich habe nur das Kapitel über die Maßeinheiten in Mittelerde übersprungen (wtf?).

Save It for Later: Promises, Parenthood, and the Urgency of Protest
 160 Seiten

Was ich erwartete, war ein Buch, welches mir erklärt, warum Trump Böse und Protest gut ist.
Was ich bekam, war ein Buch, welches in erster Linie die Dynamik zwischen Powell und seiner Tochter um 2016 bis 2020 dokumentiert. Wie erklärt man kleinen Kindern die aktuelle politische Situation (in den USA), was ist eigentlich sein eigenes Privileg als weisser Mensch und warum muss gerade deswegen gegen Ungerechtigkeit und Faschismus protestiert werden? Dieses Buch hat mich aufgewühlt, schockiert und gleichzeitig ermutigt.
Ich hatte außerdem nicht erwartet, hier so viel Wissenswertes über paramilitärische Gruppen, Totenköpfe und die Rolle von Bärten zu lernen.

Frag Iwata: Weise Worte von Nintendos legendärem CEO Satoru Iwata
 0 Seiten

Dieses Buch nach dem "Practicing Stoic" zu lesen ist definit interessant. Ich sehe hier auf jeden Fall einen stoischen Ansatz bei der Philosophie von Satoru Iwata.
Mir war bewusst, dass das Buch eher eine Sammlung von Interviews ist als ein zusammenhängendes Werk. Allerdings sind die Interviews einfach nur transkribiert. Beispielsweise wird gesagt "er hat mit den Armen immer so gemacht", allerdings erfahren wir nicht, was diese Bewegung war. Außerdem hilft es, ein paar grundlegende Dinge informiert zu sein. Beispielsweise, was ein "Gesichtsverlust" ist.
Nichtsdestotrotz ist es interessant zu Erfahren, wie Satoru Iwata als Vorgesetzter war.

The Practicing Stoic: A Philosophical User's Manual
 256 Seiten

Ein Buch, welches ich sicherlich noch mehrmals im Leben herausholen werde, um darin zu blättern (dafür ist es auch gemacht). Beim Lesen war ich erstaunt, wie sich die Gedanken der Menschen zu sich und ihrer Umwelt in den letzten 2000 Jahren kein Stück verändert haben. Ein Glück, denn somit sind die Gedanken der Leute, die Farnsworth zitiert, mehr als aktuell.
Gelesen habe ich es meist abends, doch arbeitete es tagsüber in mir weiter. Es lohnt sich mit Aanderen über den Inhalt zu sprechen oder alleine seine Gedanken und Meinungen zu reflektieren.
Wie gesagt, es wird definitiv noch mehrfach in meinem Leben aus dem Schrank geholt.

Chaos Vector
 546 Seiten

Die drei Sterne sind eine Durchschnittsbewertung. Teilweise hätte ich nur einen Stern gegeben, manchmal 4. Warum? Größtenteils, weil dem Buch die Aufgabe gegeben wird, die jedes zweite Buch einer Trilogie hat. Worldbuilding, Worldbuilding, Worldbuilding… mit irgendetwas muss man ja im dritten Teil arbeiten. So bekommen wir von fast jeder Figur aus dem ersten Teil die halbe Familiengeschichte aufgetischt, während neue Figuren komplett inhaltslos und eigentlich nur Namen bleiben.
Dann dürfen wir Zeuge von endlosen Meetings und Briefings werden, die vielleicht wichtige Dinge und Entscheidungen erklären, aber dann auch zum Glück irgendwann beendet sind. Meetings halt.
Kommen wir nun zu den Plottwists. Im ersten Buch richtig gut, im zweiten Teil viel zu viel, teilweise egal und durchschaubar. Am Ende war ich etwas verunsichert, weil ich den "großen Plottwist" mir schon denken konnte. Zum Glück wird auf den letzten Seiten noch einmal alles in einem Meeting besprochen…
Was hat mir gefallen? Die Dynamiken zwischen den Protagonisten. Keefe schafft es einfach, Beziehungen glaubwürdig (mit einer Ausnahme) zu beschreiben und man freut sich regelrecht auf das Aufeinandertreffen bestimmter Personen. Was wird passieren? Wie wird X reagieren, wenn sie Y erfährt? Davon hätte ich mir sehr viel mehr gewünscht.

& Busy Doing Nothing
 218 Seiten

Ein Logbuch von zwei Leuten, die eine lange Reise von Japan nach Canada mit einem Segelboot antreten.
Nicht mehr und nicht weniger. Aber das ist auch gut, denn so erleben wir quasi jeden Tag mit und erfahren von Gedanken, Ängsten und Alltag.
Gegen Ende wird alles etwas hektisch und bekommt Lücken, denn die beiden sind körperlich und seelisch ziemlich strapaziert. Aber wer mag es Ihnen verdenken?
Ich freue mich darauf die angehangen Rezepte auszuprobieren.

Velocity Weapon
 533 Seiten

Die ersten paar Kapitel machen nicht viel her, daher habe ich dieses Buch erst im 2. Anlauf gelesen. Die Geschichte wird allerdings nach dieser anfänglichen Hürde ziemlich wild und gut. Die 4 Sterne beziehen sich tatsächlich auf die gute Unterhaltung und den mittleren Teil des Buches.
Nebenbei wird ein wenig die Welt erklärt und die beeinflussenden Kräfte. Man wird aber das Gefühl nicht los, dass dies alles erst in den weiteren Büchern ausreichend passieren wird. Das ist nicht schlimm, allerdings werden politische Motivationen nicht ganz klar. Am Ende lesen wir wieder viel Setup für das folgende Buch. Kann man so machen, ich werde weiterlesen.