Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
The Practicing Stoic: A Philosophical User's Manual
 256 Seiten

Ein Buch, welches ich sicherlich noch mehrmals im Leben herausholen werde, um darin zu blättern (dafür ist es auch gemacht). Beim Lesen war ich erstaunt, wie sich die Gedanken der Menschen zu sich und ihrer Umwelt in den letzten 2000 Jahren kein Stück verändert haben. Ein Glück, denn somit sind die Gedanken der Leute, die Farnsworth zitiert, mehr als aktuell.
Gelesen habe ich es meist abends, doch arbeitete es tagsüber in mir weiter. Es lohnt sich mit Aanderen über den Inhalt zu sprechen oder alleine seine Gedanken und Meinungen zu reflektieren.
Wie gesagt, es wird definitiv noch mehrfach in meinem Leben aus dem Schrank geholt.

Chaos Vector
 546 Seiten

Die drei Sterne sind eine Durchschnittsbewertung. Teilweise hätte ich nur einen Stern gegeben, manchmal 4. Warum? Größtenteils, weil dem Buch die Aufgabe gegeben wird, die jedes zweite Buch einer Trilogie hat. Worldbuilding, Worldbuilding, Worldbuilding… mit irgendetwas muss man ja im dritten Teil arbeiten. So bekommen wir von fast jeder Figur aus dem ersten Teil die halbe Familiengeschichte aufgetischt, während neue Figuren komplett inhaltslos und eigentlich nur Namen bleiben.
Dann dürfen wir Zeuge von endlosen Meetings und Briefings werden, die vielleicht wichtige Dinge und Entscheidungen erklären, aber dann auch zum Glück irgendwann beendet sind. Meetings halt.
Kommen wir nun zu den Plottwists. Im ersten Buch richtig gut, im zweiten Teil viel zu viel, teilweise egal und durchschaubar. Am Ende war ich etwas verunsichert, weil ich den "großen Plottwist" mir schon denken konnte. Zum Glück wird auf den letzten Seiten noch einmal alles in einem Meeting besprochen…
Was hat mir gefallen? Die Dynamiken zwischen den Protagonisten. Keefe schafft es einfach, Beziehungen glaubwürdig (mit einer Ausnahme) zu beschreiben und man freut sich regelrecht auf das Aufeinandertreffen bestimmter Personen. Was wird passieren? Wie wird X reagieren, wenn sie Y erfährt? Davon hätte ich mir sehr viel mehr gewünscht.

& Busy Doing Nothing
 218 Seiten

Ein Logbuch von zwei Leuten, die eine lange Reise von Japan nach Canada mit einem Segelboot antreten.
Nicht mehr und nicht weniger. Aber das ist auch gut, denn so erleben wir quasi jeden Tag mit und erfahren von Gedanken, Ängsten und Alltag.
Gegen Ende wird alles etwas hektisch und bekommt Lücken, denn die beiden sind körperlich und seelisch ziemlich strapaziert. Aber wer mag es Ihnen verdenken?
Ich freue mich darauf die angehangen Rezepte auszuprobieren.

Velocity Weapon
 533 Seiten

Die ersten paar Kapitel machen nicht viel her, daher habe ich dieses Buch erst im 2. Anlauf gelesen. Die Geschichte wird allerdings nach dieser anfänglichen Hürde ziemlich wild und gut. Die 4 Sterne beziehen sich tatsächlich auf die gute Unterhaltung und den mittleren Teil des Buches.
Nebenbei wird ein wenig die Welt erklärt und die beeinflussenden Kräfte. Man wird aber das Gefühl nicht los, dass dies alles erst in den weiteren Büchern ausreichend passieren wird. Das ist nicht schlimm, allerdings werden politische Motivationen nicht ganz klar. Am Ende lesen wir wieder viel Setup für das folgende Buch. Kann man so machen, ich werde weiterlesen.

Nachrichten aus einem unbekannten Universum: Eine Zeitreise durch die Meere
 650 Seiten

Ich habe dieses Buch 2006/2007 das erste Mal gelesen und fand es neulich auf der Straße. Da ich mich heute noch an ein paar interessante Informationen erinnern kann, das Buch aber nicht mehr besitze, nahm ich es mit und began zu lesen.
Ich muss gestehen, dass ich mich noch an vieles Erinnern konnte und daher ein paar Kapitel übersprungen habe.
Generell, aus der heutige Sicht, würde ich den Stil von Schätzing als "Cheesy" beschreiben. Hier mal ein kleiner Witz, dort ein unnötiger innerer Monolog von einem Tier. Allerdings ist dies auch das einzige Sachbuch, welches ich kenn, mit spannenden Verfolgungsjagten und anderen Geschichten.
Der Informationsgehalt ist sehr hoch, der Stil von Schätzing eher nicht mehr meins.

Der Bücherdrache
 192 Seiten

Diese Geschichte ist kein Blaubär oder Rumo. Muss es auch garnicht.
Nachdem die letzten Bücher wirklich nicht gut waren, entscheidet sich Moers hier scheinbar für eine Fingerübung, die sich vor den großen Büchern nicht verstecken muss und (wenn man mal an Ensel und Kretel, oder Wilde Reise Durch Die Nacht denkt) ihm vielleicht auch besser liegen.
Wir finden hier die bekannten wunderschönen Illustrationen, den ausschmückenden Stil und die kuriose Welt.
Teilweise kam es mir so vor, als würde der Drache eigentlich Moers sein, der hier seinen Fans eine Nachricht hinterlassen möchte. Anders kann ich mir seine Antwort auf die „wirklich gute Frage“ nicht erklären.
Fazit: Mehr solche kleinen Bücher, weniger langweilige Klopper und vielleicht mal wieder an die Oberfläche.

The Calculating Stars
 384 Seiten

Ich habe etwas länger überlegt, ob ich diesem Buch 3 oder 4 Sterne gebe. Am Ende wäre meine Kritik „kein PewPew im Weltraum“ gewesen und das wäre lächerlich.
Wir erleben hier den Werdegang einer Frau, die nach einem Meteoriteneinschlag in den 1950er Jahren sich in einer von Männern dominierten NACA beweisen muss.
Gerade als Mann ist es interessant, über die inneren Monologe der Protagonistin und die Beziehungen der Frauen innerhalb der Agentur, den strukturellen Sexismus und Rassismus der damaligen und heutigen Zeit zu erfahren.
Ich will eigentlich nicht zu viel verraten. Tolle Charaktere, spannende Geschichte und sicherlich noch interessanter für Leute die sich mit Militärgeschichte auskennen. Kein PewPew im Weltraum. Zum Glück!

The Ultimate Hitchhiker's Guide to the Galaxy (Hitchhiker's Guide to the Galaxy, #1-5)
 815 Seiten

Meine Berührung mit dem Anhalter hatte ich eventuell schon vor meinem 15. Lebensjahr, doch spätestens als der Film rauskam. Also mit 15.
Alle Fans des Buchs hassten diesen Film, obwohl Adams selber am Drehbuch mitwirkte und ich las in dieser Zeit auch das erste Buch. Musste ich mir doch ein eigenes Urteil bilden.
Das erste Buch hat zwar diese wunderbar abgedreht Geschichte (zwei Menschen werden eher zufällig und unabhängig voneinander von Aliens gerettet, kurz bevor die Erde für eine intergalaktische Autobahn zerstört wird) und seine noch viel abgedrehteren Momente (der Petunientopf, der "Not again" denkt etc.), doch ist es das erste Buch von 5.
Viele Handlungsstränge, seien sie noch so absurd, klären sich erstaunlicherweise komplett logisch in späteren Büchern auf. Das wusste ich damals nur nicht und verbrachte relativ viel Zeit mit dem ersten Buch. Las es sogar mehrmals. Und fand es großartig und witzig.
Spulen wir 14 Jahre vor (2019). Ich bekomme den "Ultimate Hitchhiker's Guide" zum Geburstag und beginne meine Reise von vorn. Ich glaube, dass man tatsächlich ein wenig vom Alltag im Leben eines Erwachsenen mitbekommen haben muss, um den Anhalter wirklich zu verstehen. Ich brauchte ganze 3 Jahre um dieses Buch komplett durchzulesen und nahm es sogar mit auf eine Rucksackreise.
Die Bedürfnisse der Protagonisten sind zutiefst menschlich und manchmal passieren einfach zufällig Dinge, die wieder andere Dinge beeinflussen, die zugunsten der Handlung sind. Ford Prefect wirft sich Beispielsweise zweimal aus dem Fenster, obwohl er beim ersten Mal schon fast gestorben wäre. Er vertraut einfach darauf, dass irgendwas passieren wird. Innerlich hat aber dennoch jede Person in den Büchern das Bedürfnis endlich mal zur Ruhe zu kommen und einen Sinn im Leben zu finden.
Für manche mag das doch sehr zusammengewürfelte springen von Setting zu Setting (irgendwie schaffen es Arthur und Ford selbst ohne Raumschiff immer von einem Planeten zum nächsten zu Reisen) zu viel sein. Aber darum geht es hier nicht.
Dieses Buch wirft mit philosophischen und scharfsinnigen Beobachtungen unserer Welt um sich, war das erste und fast einzige Buch, welches mich beim lesen zum lauten Lachen brachte und kann meiner Meinung nach bis zum Lebensende immer wieder mit ein paar Jahren abstand gelesen werden.
Zurück bleibt das Gefühl, dass das Leben vielleicht komplett zufällig, unsinnig und unwichtig ist, aber dennoch alle irgendwie etwas draus auf ihre eigene Art machen.
Nur das Ende des 5. Buchs ist irgendwie etwas komisch. Hat Adams aber auch selber zugegeben…

The Complete Cthulhu Mythos Tales
 594 Seiten

I am reviewing the general look and feel of the book here. This is truly a "want to have on the shelf and show everyone" edition. I got this book at the Forbidden Planet in London for very little money. The typography is also great, it's really rare to see something like this.
Now we come to the big problem. It should be clear to everyone that Lovecraft was a racist and white supremacist. But the fact that this collection really doesn't address this at all and only speaks highly of the author is really unpleasant. Nevertheless, racist texts are simply printed here and not put into context.
At least this book makes me want to look further into the critical examination of Lovecraft.

The Design of Everyday Things
 240 Seiten

Vieles in diesem Buch war mir nicht neu. Trotzdem ist es gut Wissen aufzufrischen und nochmal in Erinnerung zu rufen. Das Studium ist dann doch schon länger her.
Interessant war insbesondere der Part, wo auf die Realität eingegangen wird. Im Arbeitsalltag sind ja nun mal nicht die Designer:innen die angebeteten Rockstars sondern arbeiten in Teams in Unternehmen. Hier punktet das Buch mit Gedanken und Erklärungen.
Leider überhäuft der Autor einen manchmal mit Beispielen. Ich habe mich oft dabei ertappt „Ja, ist gut jetzt“ zu denken und ein wenig zu skippen.
Außerdem ist die Verarbeitung und Typografie dieser Ausgabe wirklich schlecht gewesen. Meine Hände wurden immer trocken (was ist das für Papier?) und von einem Satzspiegel hat scheinbar auch niemand etwas in dem Verlag gehört.

Jenseits der Zeit
 990 Seiten

Relativ am Anfang des Buches wurde mir klar, dass die beiden vorgehenden Bücher nur zum Worldbuilding da waren. Im dritten Teil geht es zur Sache. Hier werden nicht nur Handlungen beendet, sondern auch die Grenzen der Vorstellungskraft im wahrsten Sinne des Wortes ausgetestet.
Ich habe noch nie so eine Geschichte gelesen und tue mich sehr schwer damit sie mit anderen Werken zu vergleichen.
Eine unglaubliche und unfassbar gute Geschichte entsprang hier zwei eher Medium guten Büchern (die ich dem Autor jetzt verzeihe).

Kurze Antworten auf große Fragen
 160 Seiten

Ich denke, man muss sich im Klaren sein, dass es sich hier um ein Buch von Hawking handelt. Das heißt, selbst wenn er versucht, Wissenschaft zu erklären, ist es immer noch unendlich kompliziert.
Was dieses Buch so eindrucksvoll macht, ist die Tatsache, dass er es in seinem letzten Lebensjahr geschrieben hat. Irgendwie schwingt es die ganze Zeit mit. Er sieht sein Leben auch als weitgehend abgeschlossen an und blickt hier und da auf Ereignisse in seinem Leben zurück.
Sicherlich kein großartiges Buch, aber im Kontext betrachtet gut.

The Dark Forest
 544 Seiten

Ich gebe diesem Buch einen Stern mehr als dem Vorgänger, da hier endlich Figuren sind mit denen man mitfiebern kann. Ihr Schicksal ist mir nicht völlig egal und ihre Handlungen sind nicht komplett durschaubar, wie im ersten Teil.
Ansonsten werden hier wieder Ideen und Theorien formuliert, die mich komplett umgehauen haben, gerade weil wir das erste Mal in der Zukunft sind.
Ich fand die längeren technischen Beschreibungen etwas langatmig, sie sind teil des Worldbuildings und daher zu verschmerzen.
Ansonsten wird der 3. Teil natürlich gekauft. Obwohl ich so gar keine Ahnung habe, was jetzt passieren soll.

Digital Minimalism: Choosing a Focused Life in a Noisy World
 302 Seiten

Dieses Buch spricht in dein Gewissen. Ja, du verbringst zu viel Zeit mit irgendwelchen Kram, der am Bildschirm passiert.
Anstatt zu belehren wird hier eher der Finger in die Wunde gelegt, mit Beispielen und Quellen bewiesen und am Ende mit Lösungsvorschlägen geholfen. Das Buch ist ein einziges großes Argument für die verringerung der Bildschirmzeit.
Es ist vielleicht nicht das beste Buch, dass man in einer Pandemie lesen kann (ich vermisse jetzt meinen lokalen Spieleladen mit seinen Brettspieleabenden), doch gerade in dieser Zeit versacken wahrscheinlich noch eher vor Netflix, anstatt sinnvolle Dinge zu tun, die glücklich machen.

Die drei Sonnen
 593 Seiten

Was habe ich da gelesen? Die Story beschreibt eine noch nie da gewesene Außerirdische Welt. Trisolaris ist dann aber noch einmal so viel neuer als alles was ich mir vorstellen kann. Auch stelle ich gerade als Westler wieder fest, wie wenig ich über Chinas Historie weiß (und ich hatte chinesische Geschichte im Abi).
Ansonsten hat das Buch sehr Platte Figuren. Es kommt jemand auf die Bühne, erklärt lang und breit seine Motivation und dann darf sie noch ein paar Dinge tun. Das fesselt leider nicht.
Aber wahrscheinlich geht es hier nicht um die Figuren. Wir haben ja noch 3 Bücher und 450 Jahre vor uns.

↑ 2021
2020 ↓
Über Leben: Zukunftsfrage Artensterben: Wie wir die Ökokrise überwinden – Kapitel 8: Lehren aus Corona
 0 Seiten

Dieses Buch schüttelt einen ziemlich durch. Artensterben, Klimawandel… aber versucht auch Lösungsansätze zu analysieren und schlägt eigene vor. Selbst abwegige Themen wie Planwirtschaft wird hier einmal bearbeitet.
Anscheinend wurde der Druck verschoben, um ein extra Kapitel über Covid-19 zu schreiben. Finde ich sehr gut und ergänzt die Grundthesen des Buches.
Ein unbequemes Thema sehr gut beschrieben.