Lyrik kann schön sein. Oder, wie in diesem Fall, überragend. Die Letzten waren sogar zu Tränen rührend.
Es war ein Blindkauf auf Amazon, weil es drei englische Bücher zum Preis von zwei gab. Mir sagte das Cover auf gewisse Art und Weise zu. Als ich es dann las, war ich überrascht, da mich die Lyrik dieser Dame richtig umgehauen hat. Ich weiß nicht wieso, aber es hat etwas in mir bewegt. Unglaublich. Ihre Gedichte über die Liebe fand ich um Längen besser als die über Identität und deren Bedeutung als Kind von Migranten, das ist der einzige Abstrich, den ich machen muss (deswegen gibt es auch nicht die volle Sternzahl).
Russische Schriftsteller sind klasse.
Es gibt viele Bücher, wenig Gute und nur eine Handvoll Herausragende. Dieses hier ist eines der letzten Kategorie. Von der ersten bis zu letzten Seite hatte ich das Gefühl, wahrlich bedeutende Weltliteratur zu lesen, ohne dass es sich aufgedrängt hätte. So kitschig es klingt; es wird einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, es war magisch.
Ich glaube, ich muss kein Wort darüber verlieren.
Krass. Zwischen Camus und Orwell, eindrücklich
Es ist eine wahre Freude zu sehen, dass es neben Anne Wizorek und Margarete Stokowski auch eine andere Form des Feminismus gibt. Einen der Positivität, des "Ja"s. Intellektuell ehrlich und aufrichtig kann ich mich nur den Lobeshymnen des von mir geschätzten Denis Scheck anschließen. Lieber sie mal zu einer Sexismus-Talkshow einladen.
Auf dem Klappentext stand: "Ein gelungener, ein perfekter Text". Ganz möchte ich das nicht so unterschreiben, aber der Roman hatte eine starke Sogwirkung, eine mystische Aura und hinterließ ein Gefühl des Wiedererkennens. Einzig das nicht sonderlich Ausführliche des Geschriebenen hat mich ein wenig traurig gemacht.
Mir hat "Tonio Kröger" deutlich besser gefallen, eine schöne Novelle.
Ok, Walser hat mich damit gekriegt. Irgendwie.
Ok, Walser hat mich damit gekriegt. Irgendwie.
SELTEN divergierte die Erwartung mit dem dargebotenen Inhalt mehr als in diesem Fall. Ungefähr 600 Seiten, die ein aufmerksamer (bzw nicht von Taleb eingeschüchterter) Lektor auf knapp 150 Seiten hätte runterkürzen müssen, immer dieselben Punkte. Irgendwann ist das proletenhafte, selbstverliebte Gebashe Akademiker*innen gegenüber einfach nur noch unerträglich; die lateinischen Zitate und Fakten des Bildungsbürgertums wirken so, als hätte er eine autoerotische Beziehung mit sich selbst. Ich kann von Glück sprechen, dass ich dieses sich in einem Satz zusammenfassen lassende Buch als billigere Taschenbuchausgabe erworben habe. Sogar ein Kollegah hatte in seinem Buch mehr Substanz (und auch mehr cringefreien Witz).
Zwei Sterne gibt es allein für die nicht das Thema betreffenden random facts über zB griechische Mythologie