Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Israel Trail mit Herz
 336 Seiten

Erfahrungsbericht über eine komplette Erwanderung des Israel Trail in die "falsche" Richtung, also von Norden nach Süden. Der Autor hatte sich zum Ziel gesetzt den Weg ohne Geld zu gehen was tatsächlich dank der enormen Hilfsbereitschaft vieler Wanderer, Organisationen und Landsleuten gelang. Trotzdem mmn ein komischer Ansatz, da Seebauer als ehemaliger Vorstand einer Bankengruppe die Reise problemlos selbst hätte finanzieren können. Ein bisschen eine verkorkste Vorstellung von der Chris Kandless Idee vielleicht. Die Motivation für dieses Wandern ohne Geld liegt in einer Suche nach sich selbst, die mich gleichzeitig am meisten am Buch gestört hat, denn er findet - oh man - zu Gott... Wenn man da einfach drüber liest ist es aber ganz oke. Die Strecke scheint aber wirklich toll zu sein, von dichtem Wald über Jerusalem, Berge, Canyons bis zur Wüste Negev ist alles drin.

Verlorene Welten
 464 Seiten

Die Geschichte der Indianer Nordamerikas zwischen 1600 bis ins 20. Jahrhundert hinein eindrücklich erzählt. Mattioli schafft es, diese für die native Americans verheerende Episode die beinahe ihren Untergang bedeutete, schonungslos, wissenschaftlich und gleichzeitig einfühlsam zu erzählen. Besonders wird deutlich welch umfassenden Akt der Verdrängung die amerikanische und europäische Gesellschaft beging und immer noch begeht indem sie dem vielfachen Ethnozid und in Teilen Genozid der Natives in ihrer Geschichtsschreibung marginalisiert. (Von Wiederherstellung alter Rechte oder Reparationen kann erst recht nicht die Rede sein.) Kurz: Viele sollten dieses Buch lesen und das Thema in der Öffentlichkeit - vor allem der Amerikanischen - mehr Raum einnehmen.