Lesetagebuch
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Ninth House
 448 Seiten

Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass ich nicht über die erste Stunde des Hörbuchs hinauskommen würde, aber irgendwann hat es mich dann doch noch ein bisschen gepackt.

Oft finde ich es sehr anstrengend, wenn Figuren zu launisch sind, oder wenn die Geheimnisse einer Geschichte vor allem darauf basieren, dass die Hauptfigur schon vieles weiß, aber die Leser nicht eingeweiht werden – und dieses Buch bietet besonders anfangs leider Beides! Mit der Zeit darf man aber, obwohl man nur schnöder Leser ist, Hintergrundinformationen erfahren, und irgendwann weiß man ausreichend Bescheid, um zusammen mit Alex Stern den Geheimnisses in den dunklen Ecken des Yale Campus nachzugehen.

Insgesamt kann ich sagen, dass das Buch einige gute Stellen und spannende Ideen hatte, aber auf der anderen Seite auch einige fast schon klischeehafte Gimmicks mitbrachte, die wenig für mich getan haben. Ich möchte mich da ein bisschen über die bemüht seltsam funktionierende Bibliothek beschweren, aber hauptsächlich über alle Kapitel, die auf die doppelte Länge gedehnt wurden, weil Alex‘ innerer Monolog zu jedem Satz, den jemand sagt, und zu jeder Bewegung, die jemand macht, noch einen Paragraph hinzufügen muss.

Ninth House
 448 Seiten

Das Buch handelt von der dunklen Magie der Yale Secret societies. Hier werden zum Beispiel die Aktienkurse durch Gedärme-Lesen vorhergesagt. Dazu gibt es noch eine Art Aufpasser society, zu der die Protagonistin gehört und einen Mordfall auf dem Campus lösen muss. Insgesamt ist es eine Art magischer Krimi, Stephen King kategorisiert es allerdings als Fantasy, also tagge ich das Genre so.

Insgesamt war es für mein ein (besseres) amerikanisches Rivers of London. Ich weiß nicht ob ich dringend eine Fortsetzung brauche - offenbar soll es eine Reihe werden - das Buch hat mich jedenfalls gut unterhalten.