Lesetagebuch
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Hamster im hinteren Stromgebiet
 320 Seiten

Der 5. Band der autobiographischen Erzählungen von Joachim Meyerhoff. Es geht um seinen Krankenhausaufenthalt nach einem Schlaganfall. Die erste Hälfte hat mir richtig gut gefallen; sprachlich gewandt wie man ihn kennt. Und es gelingt ihm gut, den Schock und den Schrecken in Worte zu fassen. Je länger je mehr hatte ich jedoch den Eindruck, den egozentrischen Beobachtungen und Bewertungen des Autors in einem Ausmaß und mit einer Intimität folgen zu müssen, die mir manchmal zu viel waren.

Hamster im hinteren Stromgebiet
 320 Seiten

Dieses neuste Meyerhoff-Buch ist ein bisschen ernster als die davor, was natürlich vor allem an der seiner Krankheit liegt, die hier im Vordergrund steht. Dadurch wurde erstmal ein düsterer Ton angespielt und die erste Hälfte des Buches ist teilweise schon bedrückend. Aber nach der zweiten Hälfte geht es schon bergauf mit ihm und sein Humor kommt zurück, was zu einigen sehr lustigen Szenen führt. Meyerhoff erscheint in diesem Buch deutlich erwachsener, als in den vorherigen Romanen - immerhin ist er über 50 und hat mehrere Kinder. Aber trotzdem ist er so impulsiv wie eh und je und manchmal auch ein bisschen stupid, was aber natürlich für unterhaltsame Geschichten sorgt. Mir hat das Buch alles in allem ganz gut gefallen, es hat eine gute Balance zwischen Tragik und Komik und lässt sich sehr gut weglesen.