Sie begegnen sich im Treppenhaus: Rosa und Nikolas, die sich schnell sympathisch sind und bald schon anfangen, miteinander auszugehen. Nikolas scheint jedoch nicht zu wollen, dass Rosa seinen Freundeskreis kennenlernt, was sie merkwürdig findet. Und dann passiert es: Nikolas hat einen tödlichen Unfall und Rosa weiß nicht, wie sie sich fühlen soll. So lange zusammen waren sie schließlich nicht, und wer war Nikolas überhaupt? Hätte ihre Liebe gehalten? Rosa beginnt, Nachforschungen nachzustellen, um sich nicht nur über Nikolas‘ Charakter klarzuwerden, sondern auch über ihre eigenen Gefühle …
Dieser Roman ist in zwei Hälften geteilt: Die Romanze zwischen Rosa und Nikolas, und die Ereignisse, die nach seinem Tod passieren. Zwar haben wir auch in der ersten Hälfte Kapitel, die in der Gegenwart spielen und uns gleich von Anfang an über Nikolas‘ Tod informieren, doch hat Timothy Paul Spaß daran, davor einige Fake-Outs einzubauen, bevor er dann tatsächlich stirbt. Diese Fake-Outs kamen zum Glück nicht ZU oft vor und Nikolas‘ Tod kam sogar etwas schneller als erwartet, aber insgesamt kann man die Geschichte trotzdem gut in diese zwei Hälften einteilen.
Etwas, das in beiden Hälften brilliert, sind die Dialoge: Sie sind sehr gut geschrieben, überraschend realistisch und tatsächlichen Dialogen sehr nahe, sodass sie mühelos zum stärksten Punkt des Romans wurden. Denn obwohl ich realitätsnahe Dialoge eigentlich nicht mag, haben sie mir hier so gut gefallen, dass ich sie unbedingt als Pluspunkt erwähnen musste.
Die erste Hälfte fokussiert sich auf die Liebesgeschichte und ist ganz in Ordnung. Ich weiß nicht, ob es Absicht war, aber obwohl Rosa und Nikolas durchaus Chemie miteinander haben, kamen sie mir nie so vor, als wären sie die eine große Liebe zueinander. Rosa betonte mir zum Beispiel etwas zu oft, wie gut Nikolas aussieht. Aber in der zweiten Hälfte lernt sie jemand Neuen kennen, dessen große Stärke seine Persönlichkeit ist, und ich realisierte, dass Rosas vergleichsweise kurze Beziehung mit Nikolas absolut valide war – schließlich muss nicht jede Beziehung gleich eine für das ganze Leben sein.
Überhaupt spielt die Frage nach der „großen Liebe“ eine große Rolle, so ziemlich alle Charaktere geben ihre eigene Meinung dazu ab und alle Meinungen werden als gleichwertig behandelt. Das hat mir sehr gefallen, weil es erfrischend war, so viele verschiedene Perspektive zu bekommen, ohne dass uns gesagt wird, dass eine die „richtige“ ist.
Die zweite Hälfte der Handlung, in der Rosa Nachforschungen anstellt und Nikolas‘ Freunde trifft, war absolut großartig! Ich mochte ihre zwiegespaltenen Gefühle, Nikolas‘ Charakterisierung, die zu meiner Freude überraschend positiv war, die Twists, die die Handlung auf gute Weise bereicherten, ohne zu schockierend oder zu klischeehaft zu sein, und: Dickeskind. Dickeskind war mühelos mein Lieblingscharakter und keine Sorge, der Name macht im Kontext Sinn ;)
Doch eine wichtige Kritik habe ich: Das Ende. Gerade, weil der Rest der Handlung ein paar erfrischende Twists und Handlungsentwicklungen hatte, war ich enttäuscht davon, wie vorhersehbar und klischeehaft das Ende war. Das hat zwar meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, weil die Geschichte insgesamt betrachtet immer besser wurde, doch hätte ich mir trotzdem gewünscht, das Ende hätte auf andere Elemente zurückgegriffen als die, die letztendlich gewählt wurden.
Insgesamt haben wir hier aber immer noch einen lockeren, sehr unterhaltsamen Roman, der mir sehr gefallen hat!
Sie begegnen sich im Treppenhaus: Rosa und Nikolas, die sich schnell sympathisch sind und bald schon anfangen, miteinander auszugehen. Nikolas scheint jedoch nicht zu wollen, dass Rosa seinen Freundeskreis kennenlernt, was sie merkwürdig findet. Und dann passiert es: Nikolas hat einen tödlichen Unfall und Rosa weiß nicht, wie sie sich fühlen soll. So lange zusammen waren sie schließlich nicht, und wer war Nikolas überhaupt? Hätte ihre Liebe gehalten? Rosa beginnt, Nachforschungen nachzustellen, um sich nicht nur über Nikolas‘ Charakter klarzuwerden, sondern auch über ihre eigenen Gefühle …
Dieser Roman ist in zwei Hälften geteilt: Die Romanze zwischen Rosa und Nikolas, und die Ereignisse, die nach seinem Tod passieren. Zwar haben wir auch in der ersten Hälfte Kapitel, die in der Gegenwart spielen und uns gleich von Anfang an über Nikolas‘ Tod informieren, doch hat Timothy Paul Spaß daran, davor einige Fake-Outs einzubauen, bevor er dann tatsächlich stirbt. Diese Fake-Outs kamen zum Glück nicht ZU oft vor und Nikolas‘ Tod kam sogar etwas schneller als erwartet, aber insgesamt kann man die Geschichte trotzdem gut in diese zwei Hälften einteilen.
Etwas, das in beiden Hälften brilliert, sind die Dialoge: Sie sind sehr gut geschrieben, überraschend realistisch und tatsächlichen Dialogen sehr nahe, sodass sie mühelos zum stärksten Punkt des Romans wurden. Denn obwohl ich realitätsnahe Dialoge eigentlich nicht mag, haben sie mir hier so gut gefallen, dass ich sie unbedingt als Pluspunkt erwähnen musste.
Die erste Hälfte fokussiert sich auf die Liebesgeschichte und ist ganz in Ordnung. Ich weiß nicht, ob es Absicht war, aber obwohl Rosa und Nikolas durchaus Chemie miteinander haben, kamen sie mir nie so vor, als wären sie die eine große Liebe zueinander. Rosa betonte mir zum Beispiel etwas zu oft, wie gut Nikolas aussieht. Aber in der zweiten Hälfte lernt sie jemand Neuen kennen, dessen große Stärke seine Persönlichkeit ist, und ich realisierte, dass Rosas vergleichsweise kurze Beziehung mit Nikolas absolut valide war – schließlich muss nicht jede Beziehung gleich eine für das ganze Leben sein.
Überhaupt spielt die Frage nach der „großen Liebe“ eine große Rolle, so ziemlich alle Charaktere geben ihre eigene Meinung dazu ab und alle Meinungen werden als gleichwertig behandelt. Das hat mir sehr gefallen, weil es erfrischend war, so viele verschiedene Perspektive zu bekommen, ohne dass uns gesagt wird, dass eine die „richtige“ ist.
Die zweite Hälfte der Handlung, in der Rosa Nachforschungen anstellt und Nikolas‘ Freunde trifft, war absolut großartig! Ich mochte ihre zwiegespaltenen Gefühle, Nikolas‘ Charakterisierung, die zu meiner Freude überraschend positiv war, die Twists, die die Handlung auf gute Weise bereicherten, ohne zu schockierend oder zu klischeehaft zu sein, und: Dickeskind. Dickeskind war mühelos mein Lieblingscharakter und keine Sorge, der Name macht im Kontext Sinn ;)
Doch eine wichtige Kritik habe ich: Das Ende. Gerade, weil der Rest der Handlung ein paar erfrischende Twists und Handlungsentwicklungen hatte, war ich enttäuscht davon, wie vorhersehbar und klischeehaft das Ende war. Das hat zwar meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, weil die Geschichte insgesamt betrachtet immer besser wurde, doch hätte ich mir trotzdem gewünscht, das Ende hätte auf andere Elemente zurückgegriffen als die, die letztendlich gewählt wurden.
Insgesamt haben wir hier aber immer noch einen lockeren, sehr unterhaltsamen Roman, der mir sehr gefallen hat!