Ein Doppelagent will in Kasachstan ein letztes großes Ding drehen, ein Dichter hofft auf das Abenteuer seines Lebens und eine Italienischlehrerin versucht, das Schlimmste zu verhindern. Und das ist, was Saša Stanišić sehr treffend dazu sagt: »Wäre Kristof Magnussons Literatur ein Wetterphänomen, wären wir im April: erst Heiterkeit, dann ein Donner, dann Kälteeinbruch, und am Ende sitzt man da mit kurzen Ärmeln und findet es die fantastischste Zeit des Jahres.«
Ein wunderbares Buch. Leise, poetisch und in jeder Zeile angefüllt mit wunderschönen Beschreibungen der Natur und den Fragen, die sich ein 10jähriger Junge stellt, wenn er sein neues Zuhause auf einer einsamen Insel entdeckt.
Sabin Tambrea erzählt seine eigene Familiengeschichte. Wir erfahren, wie er als Kleinkind die politischen Bedrohungen wahrgenommen hat. Auszüge aus den Briefen der Eltern berichten über die seelischen Nöte, über die Ereignisse im Alltag und den Weg der Familie nach Deutschland. Der Großvater hinterlässt ein Tagebuch, dass seine Zeit in politischer Gefangenschaft beschreibt und noch einmal deutlicher macht, wie brutal die Repressionen in Rumänien stattfanden. Trotz aller Tragik spürte man den Zusammenhalt der Familie, liebevoll und tröstend kümmern sie sich umeinander. Das tut auch dem Leser gut. Lieblingsbuch, weil ich bislang nur wenig über Rumänien und die politischen Verhältnisse wusste und weil Sabin Tambrea nicht nur als Schauspieler die Charaktere gut vermitteln kann.
Eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Die Geschichte beschreibt sehr anschaulich, mit welchen Problemen die Frauen zu Beginn des letzten Jahrhunderts zurecht kommen mussten: funktionieren und überleben. Mich hat die Resilienz der Protagonistin sehr beeindruckt. Die Zeiten waren, wie wir wissen, besonders hart. Ich denke, die wenigsten Großmütter haben so ausführlich aus ihrem Leben berichtet. So hat Annett Gröschner mit diesem dramatischen wie auch poetischen Roman die kargen Antworten meiner Großmütter ergänzt.
Es war mein erstes Buch von Joel Dicker und sein Erzählstil hat mich gleich gepackt, erst recht, weil Torben Kessler vorgelesen hat.
Es beginnt recht entspannt und harmonisch mit dem Aufwachsen dreier Cousins, erzählt in Rückblenden. Dabei deutet der Autor mehrmals eine kommende Katastrophe an. So blitzte immer wieder der Satz in meine Gedanken: 'Na, da bin ich ja mal gespannt. '
Die junge Tracy zu ihren Eltern "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Ich heirate, die schlechte: Er ist Perser. Und übrigens: Er hat bereits zwei Frauen."
Mein erstes Buch vom Autoren und bin sehr vom Schreibstil begeistert.