Vaterländer
283 Seiten

Sabin Tambrea erzählt seine eigene Familiengeschichte. Wir erfahren, wie er als Kleinkind die politischen Bedrohungen wahrgenommen hat. Auszüge aus den Briefen der Eltern berichten über die seelischen Nöte, über die Ereignisse im Alltag und den Weg der Familie nach Deutschland. Der Großvater hinterlässt ein Tagebuch, dass seine Zeit in politischer Gefangenschaft beschreibt und noch einmal deutlicher macht, wie brutal die Repressionen in Rumänien stattfanden. Trotz aller Tragik spürte man den Zusammenhalt der Familie, liebevoll und tröstend kümmern sie sich umeinander. Das tut auch dem Leser gut. Lieblingsbuch, weil ich bislang nur wenig über Rumänien und die politischen Verhältnisse wusste und weil Sabin Tambrea nicht nur als Schauspieler die Charaktere gut vermitteln kann.

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