Bücherregal lädt …
Die vier Winde

Zum Schluss kippte es leicht in Kitsch, aber das ist Geschmackssache. Insgesamt kann ich das Buch als interessante Geschichtsstunde in Romanform über den sogenannten "Dust Bowl" in den 1930er Jahren empfehlen. Viele Farmer mussten aufgrund der langjährigen Dürre ihren Boden verlassen, weil ihre finanziellen Ressourcen aufgebraucht waren und suchten in anderen Regionen der USA nach Arbeit.

Pina fällt aus
270 Seiten

Die Lebenssituation alleinerziehend, autistischer Sohn, trotzdem nach außen Normalität ausstrahlen. Und weil wir wenig aus diesen Familien mitbekommen, fehlt auch vielen Menschen Verständnis oder gar die Bereitschaft, Unterstützung anzubieten. Obwohl ein dramatisches Ereignis beschrieben wird, gibt es doch immer wieder kleine Episoden, die einen lächeln lassen. Mir hat auch gefallen, wie sich die Hausbewohner von jung bis alt, obwohl sie ihre eigenen Alltagsschwierigkeiten haben, gemeinsam kümmern.

Die Frau der Stunde
417 Seiten

Bonner Republik, späte 70er – Frauen in politischen Ämtern bleiben eher Randfiguren. Eine Liberale kommt unversehens in das Amt als Außenministerin und Vizekanzlerin. Eine fiktive Story, die während der Amtszeit von Annalena Baerbock veröffentlicht wurde. Tja, für mich war es jetzt kein Highlight im Bücherstapel.

Keiko
394 Seiten

Ein Rückblick in die USA auf das Jahr 1942. Nach Erlass der Executive Order 9066 wurden in Seattle Bewohner japanischer Abstammung in Lagern interniert. Das erleben fassungslos und folgenreich Keiko und Henry, beide 12 Jahre. Angesichts der aktuellen Ereignisse ein beklemmendes Thema, aber gut erzählt.

Das Narrenschiff
622 Seiten

Zeitgeschichte anhand einer Familie, die mit der Gründung der ehemaligen DDR startet und bis zum kurz nach dem Fall der Mauer endet. Es wurde reichlich in den Feuilletons besprochen. Um die Rezensionen zu lesen, kann man noch mal ein paar Tage einplanen.