Bücherregal lädt …
Die Burg der Könige
944 Seiten

Ein neuer Versuch, in die Geschichte des Mittelalters einzutauchen. Ein unterhaltsamer Roman, der dazu einlädt, etwas tiefer über die Staufer, dem Dom in Speyer oder die Burg Trifels zu recherchieren. In der letzten Viertelstunde wurde es leider etwas gefühlsduselig. Professionell gelesen von Johannes Steck

Schwebende Lasten
271 Seiten

Eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Die Geschichte beschreibt sehr anschaulich, mit welchen Problemen die Frauen zu Beginn des letzten Jahrhunderts zurecht kommen mussten: funktionieren und überleben. Mich hat die Resilienz der Protagonistin sehr beeindruckt. Die Zeiten waren, wie wir wissen, besonders hart. Ich denke, die wenigsten Großmütter haben so ausführlich aus ihrem Leben berichtet. So hat Annett Gröschner mit diesem dramatischen wie auch poetischen Roman die kargen Antworten meiner Großmütter ergänzt.

Die karierten Mädchen
342 Seiten

Auf 150 Cassetten hat die Großmutter Klara aus ihrem Leben erzählt. Möglicherweise ein Fundus für einen eindrucksvollen Roman. So ist aus diesen Berichten dann auch eine Trilogie entstanden. Für mein Empfinden sind die politischen Auswirkungen und Konflikte zu knapp thematisiert. Stattdessen werden endlos die Gedanken über die personelle Besetzung, Brautschau und die sonstige Organisation im Kinderheim beschrieben. So ist daraus eine eher flache Story entstanden.

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
660 Seiten

Nach den "Baltimores" las ich gleich in einen weiteren Roman von Joël Dicker und lernte eine ganze Kleinstadt kennen und wie es für Schriftsteller so im Verlagswesen ablaufen kann. Gut beschriebene Charaktere und eine Geschichte, die mich zeitweise an die Fernsehserie TwinPeaks erinnerte. Auf jeden Fall blieb es durchgehend spannend und zum Ende wurde auch (zum Glück) meine Frage aufgelöst, warum die Art der Dialoge zwischen Nola und Harry Quebert mich so irritierten.

Die Geschichte der Baltimores
512 Seiten

Es war mein erstes Buch von Joel Dicker und sein Erzählstil hat mich gleich gepackt, erst recht, weil Torben Kessler vorgelesen hat.

Es beginnt recht entspannt und harmonisch mit dem Aufwachsen dreier Cousins, erzählt in Rückblenden. Dabei deutet der Autor mehrmals eine kommende Katastrophe an. So blitzte immer wieder der Satz in meine Gedanken: 'Na, da bin ich ja mal gespannt. '