Bücherregal lädt …
Dienstags bei Morrie
224 Seiten

Eine wahre Begebenheit. Morrie Schwartz war ein bekannter Professor und erkrankte 1995 an ALS. Albom hatte früher bei ihm studiert und besuchte ihn in den letzten Lebensmonaten regelmäßig. Er beschreibt die Gespräche, die er mit ihm führte bis Schwartz im November 1995 starb. In den heutigen Zeiten ist das nicht immer eine Selbstverständlichkeit, denn oft fehlt selbst den besten Freunden der Mut, den Kontakt zu Erkrankten oder Sterbenden zu halten. Deshalb möchte ich dieses Buch als Erfahrungsschatz empfehlen.

Der Gesang in den Meeren
424 Seiten

Roadtrip einer alleinerziehende Mutter und ihrem 2jährigem Sohn Max entlang der Walroute von Mexiko bis Alaska. Max bekommt eigentlich nur kurze Sprechszenen und findet sonst kaum statt. Das verwundert. Daneben finden sich durchaus interessante Betrachtungen zum Thema Wale, Umwelt, Klimaveränderungen und das Leben beim Stamm der Iñupiat.

Das kleine Haus am Sonnenhang
164 Seiten

Eine Hommage an eine vergangene Zeit im Leben des Autors, für die ein verlassenes, heruntergekommenes, kleines Haus in einem Seitental eines Seitentals im Piemont steht. In den 1990er Jahren erschwinglich und die passende Herausforderung für einen Mann, der nach dem Studium beabsichtigte, dort seinen ersten Roman zu schreiben. Fünf unbeschwerte sonnige Sommer, voller Müßiggang, Freunde, Liebe und Gedanken über den Sinn des Lebens. Die Fahrten im gelben Renault 4 mit Frau Nadja dorthin, die heißen Tage mit Besuch und Einsamkeit, wenn alle Anfang September zurück abreisten und er allein blieb. Er werkelte tagelang entweder am und im Haus herum oder tippte auf der Schreibmaschine. Ein feines Buch und ein kleiner Sommerurlaub für den Leser.

Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry
256 Seiten

A.J. Fikry, der Besitzer der einzigen Buchhandlung auf Alice Island, durchlebt eine schwere Zeit: Seit dem Tod seiner Frau zieht er sich völlig zurück. Der Buchladen läuft schlechter denn je, und zu allem Überfluss wurde auch noch sein wertvollster Besitz, eine seltene Erstausgabe gestohlen. Zu Beginn lernt er die neue Verlagsvertreterin Amelia kennen und zeigt sich von seiner schroffen Seite. Trotz dieser skurrilen ersten Begegnung finden die beiden bald Gefallen aneinander. Gleichzeitig kommen durch die zweijährige Maya, deren Mutter Suizid begangen hat und per Brief um Hilfe beim Buchhändler bittet, seine liebenswerten Seiten zum Vorschein. Ich hatte mit dem Buch eine wirklich gute Zeit und immer mit dem Gedanken von Oje und wie komisch.

Der Fluch der Falodun Frauen
375 Seiten

Erzählt wird über moderne junge Frauen dreier Generationen in einer nigerianischen Familie, deren Leben durch eine unheilvolle Prophezeiung überschattet wird. Mich lässt das etwas irritiert zurück, denn ich kann nicht so recht einschätzen, ob mir die Geschichte so richtig gut gefallen hat, aber lest selbst.
Eniiyi wird an dem Tag geboren, an dem ihre Tante Monife begraben wird. Aufgrund der unheimlichen Ähnlichkeit mit Monife ist sich die Familie sicher: Sie ist ihre Reinkarnation. Die Frauen in Eniiyis Familie finden seit Generationen schon keinen Frieden, weil sie ihre geliebten Männer verlieren.

Makarionissi oder Die Insel der Seligen
460 Seiten

In einer Rezension im Feuilleton las ich, Vea Kaiser schreibe hier "Buttercremeprosa". Klingt etwas abwertend, oder? Mir hat das Buch dagegen gut gefallen. Es beschreibt Umbrüche. Zum einen das sehr einfache Leben in der griechisch-albanischen Grenzregion, die Kindheit und die familiären Bindungen. Durch politische Veränderungen werden Lebensentwürfe auf den Kopf gestellt. Die beiden Hauptakteure, die streitbare Eleni und ihr Cousin Lefti finden sich als Ehepaar in einer deutschen Kleinstadt wieder und auch am neuen Ort läuft es nicht in ruhigeren Bahnen weiter. Der Bogen spannt sich von amüsant bis dramatisch, oft unerwartet.