Ein Roman über die Evolution menschlicher Kolonisten auf einem fernen Planeten.
Hätte eigentlich genau mein Buch sein können, vor dem Hintergrund eines revolutionären Frankreichs und der Pariser Kommune 1871. Hat mich dann aber doch recht kalt gelassen. Das literarische Ich des autobiografischen Romans hat in mir nur gelegentlich Sympathien geweckt und alle anderen Personen drumherum blieben mir fremd und unzugänglich. Was wahrscheinlich auch an dem tagebuchartigen Aufbau des Romans und der subjektiven Erzählweise des persönlich erlebten liegt. Mir fehlte da Abstraktion, Distanz, Reflektion und Hintergrund (Fußnoten und Nachwort halfen etwas).
Beeindruckend waren die Szenen in denen Jacques Vingtras von der revolutionären Dynamik mitgerissen wurde und geschildert wurde wie die proletarischen Massen auf den Straßen von Paris während der Kommune handelten und kämpften. Warum dies alles so geschah wird allerdings nicht weiter erläutert.
Und all diese Namen von völlig unbekannten Personen, wenn man sich mit dieser Zeit der französischen Geschichte kaum auskennt und die einem auch nicht nähergebracht werden. Da haben die ausführlichen äußerlichen Beschreibungen der Personen, die gerne mit tierischen und anderen Bildern und Vergleichen aus der Natur ausgeschmückt wurden, auch nicht geholfen.
Eine Utopie in der ich wohl gern leben würde.
Hart, schonungslos, schnörkellos, brutal, irrwitzig und doch immer wieder liebenswürdige Momente der Zwischenmenschlichkeit. Ein proletarischer Stadtroman der Siebziegerjahre Kenias, welcher ein feines Netz der sozialen Beziehungen auf den Straßen, Baustellen und Slums webt und dabei stehts auf sympathischer Augenhöhe mit den Menschen in den untersten Schichten der Gesellschaft bleibt. Ein humanistische, urbaner Sozialroman. Erinnert mich an Werke John Steinbecks, wie Die Straße der Ölsardinen.
Literarisch beeindruckend. Eine Freude für jeden Deutsch-LK.
Deep dive in die anarchistische und revolutionäre Geschichte Frankreichs und Europas von ca. 1900 bis 1968 und das ganze hautnah anhand eines sympathischen und ambivalenten Arbeiters, Anarchisten, Revolutionärs und Sturkopfes erzählt. So viele aufregende Persönlichkeiten, Tragödien und erneute Versuche die Welt zu einer besseren zu verändern von denen man so wenig bis nichts weiß. Ganz zentral die Revolution in Russland und ihre Pervertierung durch die Bolschewiki und ihren Staat. Sehr eindrücklich von innen heraus sozusagen von einem oppositionellen Anarchisten geschildert.
Das Buch hätte ruhig doppelt so viele Seiten haben können. Leider auch das Buch mit den meisten Rechtschreibfehlern, das ich bisher gelesen habe, so dass es mich tatsächlich gestört hat.
Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen und deine Kinder werden froh sein, wenn du es gelesen hast.
Nicht mein Fall, hatte mir mehr erhofft.
Büro- und Karriere-Lifestyle sind einfach nicht meine Welt. Interessant wurde es, wenn tiefer auf die sozialen Herkünfte, Hintergründe der Personen eingegangen wurde. Ein spannende Frage war, wie es nach einer Revolution wohl weitergeht, wenn die anfänglichen treibenden Gefühle abklingen und die Freiheitshymnen gesungen sind, wohl recht profan. Sprachlich poetisch, der Wirbelsturm und das unruhige Wetter passten schön zum Aufbegehren und Ausbrechen der Protagonistin, Geschichte ist für meinen Geschmack allerdings zu fragmentarisch.
Süße Geschichte und schön koloriert. Schön wie ein Gespenst einen General samt Armee in die Flucht schlagen kann.
Im Vergleich zu den anderen Preußler Kinderbüchern recht altmodische Sprache, was gut zur Geschichte passt und gleichzeitig jüngeren Kindern das Verständnis erschwert.
Hat mich inhaltlich stark an die Dokumentation "Natur - Geschichte unseres Planeten" von Yann Arthus-Bertrand erinnert, weil filmische Doku und Graphic Novel oft die selben Bilder nutzen.
Bildgeschichte zieht allerdings radikalere Schlüsse und vermeidet inhaltlichte Schwammigkeit. Ausführliche Darstellung der Klimakatastrophe, deren Verdrängung und Widersprüchlichkeit im Ungang mit ihr. Veranschaulichung über kontrastreiche Bildpaare, deren Gegenüberstellung die Augenöffnen und Gedanken anregen solll. Wichtige Antworten darauf warum nicht gegen Klimakollaps gehandelt wird. Könnte in den Schlüsse ausführlicher hergeleitet und teilweise tiefergehend erklärt werden.
Wichtig: Kritik der irrationalen kapitalistischen Produktionsweise im Zusammenhang mit Klima, Betonung von Klassenkampf, Solidarität und Antiautoritarismus.
Druckqualität bzw. Grafiken erschienen mir oft recht pixelig bzw. Stil recht unsauber (gewollt).
Beeindruckende Bilder werden geschaffen. Immer wieder tiefgehende philosophische Gedanken. Direkter Bezug auf den Roman Das Zehnte Jahr. Wie bei Rocannons Welt war mir die Heldenreise dann doch etwas zu lang und zu viele groteske Szenarien. Gegen Ende dann zügigere und spannendere Handlung. Schon auch ein Roman aus der Zeit der Hippies und psychedelischen Experimente.