Im ersten Licht

Der Protagonist dieses Romans heisst Adrian Reiter. Er wird 1901 in die österreichische Monarchie hineingeboren. Sein Vater, ein bekennender Sozialist, zertrümmert ihm kurz vor dem 1. Weltkrieg mit einer Axt sein Bein, so dass er dienstuntauglich ist. So erleben wir die Geschichte Österreichs, beginnend mit den beiden Weltkriegen bis in die 80er Jahre aus den Augen eines „Verschonten“, der nicht im Krieg stirbt. Die Geschichte zeigt aber auf, dass im Krieg nicht nur auf dem Feld Menschen sterben und verstümmelt werden, auch die Heimkehrer und die Daheimgebliebenen und die ganze Gesellschaft sind Geschädigte. Gstrein zeigt den Krieg in seinem ganzen Schrecken, und vor allem im Bild des Österreichischen Kaisers mit seiner Kavallerie auch in seiner Absurdität. Ein eindrücklicher und sehr lesenswerter Roman, wenn auch düster und wenig aufmunternd.

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