& – Meowdle – 75 ungeklärte Katzen-Kriminalfälle
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Katzen: Man liebt sie trotz – oder gerade wegen? – ihrer eigensinnigen Art und genau diese Art wird in diesen 75 Logicals wunderbar gezeigt. Obwohl sie zugegeben immer auf etwas Ähnliches hinauslaufen (die Katzen benehmen sich daneben und das mit Freude), war es trotzdem spaßig, die kleinen Mini-Geschichten der Logicals zu verfolgen und vor allem die liebevoll-neckischen Kommentare bezüglich des Katzenverhaltens („Finde heraus, welche Katze welches Futter verlangt hat, obwohl sie satt war und erst vor zehn Minuten gefüttert wurde“), die mir sehr gefallen haben.

Auch die Katzennamen waren herrlich zu lesen, denn sie alle waren entweder allgemein gut passend, bekannte Namen von Katzenfiguren und/oder wundervolle Wortspiele (so heißen in einem Fall die Katzen z.B. Paula, Leonardo DiCatrio und Minerva, in einem anderen Dave, Mufasa und The Great Catsby usw. – ich habe mich über die Katzennamen und speziell über die Wortspielkatzen köstlich amüsiert!)

Die Rätsel an sich waren ebenfalls gut, wenn auch viele Ausgangslagen relativ ähnlich waren; andererseits gibt es natürlich auch nur so viele Situationen, in denen Katzen sich wiederfinden können. Insofern fand ich die kleinen Mini-Geschichten immer noch herrlich zu lesen und sie bildeten ein kleines Highlight für mich.

Leider kann ich nicht dasselbe zur deutschen Übersetzung sagen. Es scheint Schicksal zu sein, dass jede erste Auflage jedes übersetzten Rätselbuchs über mindestens einen Fehler verfügt, der ein Rätsel komplett unlösbar macht – in diesem Fall Rätsel 62, bei dem behauptet wird, dass die Katze Duchesse aus Neugierde handelte, obwohl es laut der Lösung Dave war, der dieses Gefühl empfand. Leider ließ sich das Rätsel trotz dieser Anpassung immer noch nicht lösen, scheint also mehr als einen Fehler zu haben. Auch bei zwei anderen Rätseln (bei denen Entweder-Oder-Hinweise vorkommen, deren Logik manchmal schwer zu verstehen war) fiel mir auf, dass ein zusätzlicher Hinweis zu fehlen schien, weil man sie nur durch Ausprobieren der beiden Entweder-Oder-Möglichkeiten lösen konnte.

Und das ist noch nicht einmal alles: Ich bin mir nicht sicher, ob der Text schlicht durch einen schlechten Online-Übersetzer gejagt wurde oder gar KI zum Einsatz kam (zumindest gibt es keine offiziellen Übersetzer:innen, die genannt werden), aber es gab auch andere Rätsel, bei denen die Übersetzung es schwer machte, sie zu verstehen. So wird z.B. im unlösbaren Rätsel 62 für das gleiche Motiv im Grid sowohl „Forscherdrang“ als auch „Wissbegierde“ verwendet (Synonyme gibt es zwar regulär bei den Hinweisen, aber sonst nie im Grid), bei Rätsel 65 „Bosheit“ als Synonym für „Trotz“ verwendet (obwohl beide Begriffe getrennt voneinander in anderen Rätseln vorkommen) und in Rätsel 70 als Objekt eine Handtasche erwähnt, obwohl eigentlich eine Geldbörse gemeint ist (noch verwirrender dadurch, dass im selben Rätsel ein Handschuh vorkommt und ich nicht wusste, um welche Art Fehler es sich handelt).

Mit anderen Worten: Lauter störende Kleinigkeiten in der deutschen Version, die zwar fast ausschließlich auf den Schwierigkeitsgrad der „Komplexen Katzen“ beschränkt sind, aber gerade deshalb umso frustrierender. Eigentlich hatte ich vor, noch mehr Rätselbücher des Verlags zu lösen, doch nun, da ich fürchten muss, dass auch sie so viele Fehler haben (und es noch nicht mal klar ist, ob es überhaupt Übersetzer:innen gab), zögere ich, weitere Bücher des Verlags auszuprobieren. Vielleicht gönne ich mir in diesem Fall lieber die englische Originalversion.