Lesetagebuch
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Die einzige Geschichte
 304 Seiten

Einfach Wow. Genau wie "der Lärm der Zeit" ist dieses Buch nicht nur geschrieben, sondern komponiert. Die einzige Liebesgeschichte eines Mannes wird von ebendiesem in drei Teilen nacherzählt. Er ist 19 und sie verheiratet und, klar, viel zu alt für Ihn im Speckgürtel Londons vor 30, 40 Jahren. Er sprüht vor Energie und ist begeistert von seiner eigenen Vitalität. Das wundert natürlich zu recht - schließlich ist die für einen normalen 19-jährigen selbstverständlich. Als sich dann die Erzählperspektive schleichend vom Ich-Erzähler zum personalen "Du" und noch später zum "Er" entwickelt wird klar: Dies sind geschönte Erinnerungen eines alten Mannes der gar nicht mehr weiß was es heißt jung und verliebt zu sein, es nicht mehr spürt. Und das ist nur einer der vielen raffinierten Aspekte im Erzählstil der sich durch diese -einzige- Geschichte zieht und den Roman so lesenswert macht.