Der weitaus größte Teil des Buches ist eine Anklageschrift an die großen, globalisierten Konzerne und deren Machenschaften und Verstrickungen mit der Politik. Für jemanden, der sich schon eine Weile globalisierungskritisch denkt, nicht viel neues. Alle Thesen sind mit ordentlich Quellenmaterial unterfüttert. Allerdings fängt man irgendwann mal an, zukunftsweisende Ideen und Anregungen zu vermissen. Die dann relativ zum Ende des Buches doch noch kommen.
Wer sich leicht von negativen Nachrichten runter ziehen lässt, sollte sich eine Lektüre gut überlegen: lesen macht nicht immer Spaß. Obwohl der Schreibstil schön zu lesen ist.
Für alte Hasen auf dem Weg zum kleinen CO2-Fußabdruck und zu einem umweltverträglichen Leben nicht besonders viel neues. Interessant fand ich allerdings den Gedanken, was tun beim Notfall im Krankenhaus und die Überlegungen zum Thema elektronische Spielereien und Gadgets.
Leichte Pflichtlektüre für all jene, die gerne besser leben möchten, aber nicht genau wissen, wie anfangen.
Die Biographie von Larry Ellison ist im wesentlichen eine Biographie der Datenbankfirma Oracle. Davor gab es wenig, was im Leben von Mr. Ellison eone größere, wichtige Rolle spielte. Nach Lektüre der Biographie versteht man den Software-Giganten Oracle und kann nachvollziehen, woher manch unpopuläre Entscheidung getrieben wird. Das Buch erschien bereits 1997, ergo bleiben die Ereignisse der letzten 10+ Jahre leider unberücksichtigt.
Ein Berliner schreibt eine Liebesgeschichte an Bayern. Der Schluß ist war etwas kitschig, der Rest dafür umso besser.
Nach etwa 1/3 des Buches ein paar Adjektive: spannend, interessant, deprimierend, wütend. Wütend vor allem auf den westlichen Nachplapperjournalismus und auf den selbsternannten Weltretter Amerika. Unbedingte Leseempfehlung, großartiges Buch!
Update: Mittlerweile bin ich durch, die Geschichte ist nach wie vor großartig. Wermutstropfen: Zwei Tage früher als geplant muss Todenhöfer seine Reise abbrechen. Das ist etwa in der Mitte des Buches. Als Entschädigung bringt Todenhöfer dafür noch allerlei themenverwandtes: eine sachliche Auseinandersetzung und Diskussionsgrundlage für das verschobene Islambild der westlichen Zivilisationen, eine umfangreiche Sammlung Bibel- und Koranstellen gegliedert nach Themen, ein kurzes Update über die Antihelden früherer Bücher und schließlich einen umfangreichen Teil mit Anmerkungen und teilweise zitierten Quellen zum Buch sowie eine ausführliche Literaturliste.
Ich hätte gerne noch mehr Eindrücke seiner Reise in den Irak gelesen, aber wenn es für den Autor zu gefährlich wird und er schnell außer Landes muss, habe ich das als Leser natürlich zu respektieren. Gespannt bin ich, was von Hr. Todenhöfer als nächstes kommt.
Zwischen den beiden Weltkriegen gab es in einer österreichischen Gemeinde den sehr erfolgreichen Versucht, eine alternative, lokal begrenzte Währung einzuführen. Die Neugigkeit daran: Die Währung wird umso schlechter (Wertverlust), je länger sie gebunkert wird. Die Folge: Was man einnimmt, wird gleich wieder ausgegeben. Ganz im Sinne von "Tauschmittel". Das Büchlein (eher Heft) ist das wissenschaftliche Paper zum Experiment, erstmals erschienen 1951.
Der Mittelteil war mir etwas zu langatmig und zu viel Redundanz. Außerdem seitenweise Monolog. Sowas liest sich dann auch zäh. Das letzte Viertel (Abschnittsweises Wünchen) empfand ich als wirkliche Bereicherung und sofort umsetzbar.
Erwartet habe ich eine Erzählung darüber, wie man als "Neuling" und Seiteneinsteiger in die ökologische Landwirtschaft startet. Bekommen habe ich eine Liebeserklärung an Ostdeutschland, Menschen wie Landschaft. Und das sehr genossen. Schön zu lesen, selbstkritisch mit einer gehörigen Portion Humor und Selbstironie ("Der kleine Schweizer in mir würde jetzt...").