Mit viel Wortwitz zeigt der Autor, was man mit der deutschen Sprache alles anstellen kann. Genervt hat mich das Kapitel über Sportler gegen Ende des Buches, in dem der Autor ziemlich ausschweifend seine Abneigung zum Profisport erklärt, ohne tatsächlich auf sprachliche Verfehlungen in dem Umfeld einzugehen. Die paar Seiten hätte man auch auf einen Absatz eindampfen können...
Wichtiges Buch, leider werden es diejenigen, die das Thema verinnerlichen sollten, vermutlich eher nicht lesen. Zum Ende hin (insbesondere das vorletzte Kapitel) leider etwas langatmig.
Macht Lust, im Sommer endlich wieder auf Berge zu steigen.
Wenn man sich schon eine Weile mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, erfährt man aus dem Buch nicht mehr besonders viel neues. Aber immerhin Bestätigung von einem, der Nachhaltigkeit und ökologische Produktion auch umsetzt und selbst lebt. Offenbar funktionioniert es also.
Hilfreich fand ich den Teil, wo Schweisfurth über die einzelnen Fleischstücke bei Rind, Schwein und Lamm schreibt. Wozu man das Fleisch benutzt, wie man Qualität erkennt, wie man das Fleisch verarbeitet, gerade auch in Kombination mit anderen Lebensmitteln.
Kerkeling geht den Jakobsweg. Und schreibt unterwegs seine Gedanken auf. Autobiographisch, prophetisch, manchmal auch recht banal. Humor kommt nicht zu kurz, das Buch ist damit aber auch nicht überladen, wie man vielleicht annehmen könnte.
Die lichten Momente werden leider gegen Ende des Buches weniger, was wohl überwiegend daran liegt, das Kerkeling seinen Mitteilungsdrang bei seinen unterwegs gefundenen Mitwanderinnen ausleben kann und kein Stück Papier mehr dazu braucht. Das ist für den Leser zwar ein bisschen schade, aber verschmerzbar.