Zutiefst berührt. Die Geschichte der Familie Rabinowicz, die sich ausgehend von den 1920er Jahren, mit dem Wunsch nach einem sicheren Leben über mehrere Stationen in Frankreich niederlässt. Die wahre Geschichte der deportierten Geschwister und Eltern wird vier Generationen später anhand der Gespräche zwischen Enkelin und deren Tochter erzählt. Sie recherchieren mit Hilfe von Forschungsberichten, finden die Veröffentlichung einer früheren Lagerärztin, auch Zeitungsartikel und bringen Stück für Stück den Weg von Geschwister und Eltern der einzig überlebenden Großmutter ans Licht. Es zeigt auf, dass die vermeintliche Sicherheit in Frankreich ein Trugschluss war und wie die französischen Behörden an den Deportationen mitgewirkt hatten. Was ich noch nie so gelesen habe ist die Beschreibung, wie die Pariser auf die Rückkehr der Überlebenden unmittelbar nach der Befreiung reagiert haben. Sehr beeindruckt hat mich auch, wie Anne Berest den Bogen aufgebaut hat, indem sie die Rekonstruktion der Ereignisse anhand der dokumentarischen Fundstücke mit Rückblenden verknüpft. Ich las Rezensionen, die das Buch langatmig fanden. Ich fand es angesichts der tragischen Thematik, die bis in die heutige Generation wirkt, angemessen.
Zutiefst berührt. Die Geschichte der Familie Rabinowicz, die sich ausgehend von den 1920er Jahren, mit dem Wunsch nach einem sicheren Leben über mehrere Stationen in Frankreich niederlässt. Die wahre Geschichte der deportierten Geschwister und Eltern wird vier Generationen später anhand der Gespräche zwischen Enkelin und deren Tochter erzählt. Sie recherchieren mit Hilfe von Forschungsberichten, finden die Veröffentlichung einer früheren Lagerärztin, auch Zeitungsartikel und bringen Stück für Stück den Weg von Geschwister und Eltern der einzig überlebenden Großmutter ans Licht. Es zeigt auf, dass die vermeintliche Sicherheit in Frankreich ein Trugschluss war und wie die französischen Behörden an den Deportationen mitgewirkt hatten. Was ich noch nie so gelesen habe ist die Beschreibung, wie die Pariser auf die Rückkehr der Überlebenden unmittelbar nach der Befreiung reagiert haben. Sehr beeindruckt hat mich auch, wie Anne Berest den Bogen aufgebaut hat, indem sie die Rekonstruktion der Ereignisse anhand der dokumentarischen Fundstücke mit Rückblenden verknüpft. Ich las Rezensionen, die das Buch langatmig fanden. Ich fand es angesichts der tragischen Thematik, die bis in die heutige Generation wirkt, angemessen.