Lesetagebuch
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1984
 328 Seiten
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Ein Leseerlebnis wie kein zweites. Das Buch ist, von seiner historischen Bedeutung einmal abgesehen, zweifellos eines der innovativsten und künstlerisch bedeutendsten Werke, die ich gelesen habe. Wahrscheinlich war es zu seiner Veröffentlichung fast schon zu innovativ, immerhin wurden die Ideen, die sich hier finden noch unzählige Male recycelt. Obwohl 1984 heute vermutlich kein Zukunftsroman mehr ist (und damit meine ich nicht wegen des Titels, das Szenario erscheint in unserer heutigen Welt mehr als unwahrscheinlich), so ist es doch ein Konzeptroman in seiner reinsten Form und als solcher ungemein zeitlos. Das Modell Ozeaniens ist denkbar, schlüssig und (vermutlich ist es unnötig das zu erwähnen) auf perfide Art und Weise bedrückend. Von den vielen Parallelen zu wirklichen Vorgängen will ich gar nicht erst anfangen. Leider hatte ich nur die deutsche Ausgabe zur Hand, ich bin mal gespannt, wann ich das Original in Angriff nehme. Sicher nicht allzu bald, mein Bedürfnis an Unwörtern ist für dieses Jahr jedenfalls gedeckt.

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