– Schneetage
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Nachtfröste seien zu erwarten und Sturm, Stärke soundso, aus Nordost. »Schöne Aussichten sind das«, hatte Paul gesagt und das Radio ausgeschaltet.

Jahreswechsel 1978/79. Über Norddeutschland tobt ein Schneesturm. In einem nordfriesischen Dorf an der deutsch-dänischen Grenze bricht Paul Tamm, der Wirt des „Grenzkrugs“, plötzlich zusammen. Es beginnen ungewisse Tage, in denen Pauls Ziehsohn Jannis sich an die vergangenen gemeinsamen Jahrzehnte erinnert: wie er selbst nach dem Zweiten Weltkrieg als kleiner Junge in die Familie kam, wie Paul aus dem Lager zurückkehrte, beim Wiederaufbau der Gastwirtschaft half. Bei Pauls Jagd nach den Spuren einer versunkenen Stadt im Watt begleitet ihn Jannis, der dabei auf die Geschichte eines englischen Soldaten stößt. Auf geheimnisvolle Weise scheint diese mit Jannis’ Herkunft verknüpft zu sein.

Ein kleiner Fleck im Nirgendwo, die Handlung wirkt wie nebenbei, dafür viel Atmosphäre. Für mich ein besonderes Buch.