- Landwirtschaft
- Migration
- Festung Europa
- Rassismus
- Moderne Sklaverei
- Landarbeiter
- Revolte
- Schwarzarbeit
- Ausbeutung
Wichtiges Dokument des Sklavenaufstsndes von Rosarno (Süditalien) im Winter 2010 (Januar). Das die Abläufe dokumentiert, Hintergründe und Ursachen analysiert.
Besonders beeindruckend die Berichte der Betroffenen, die Beschreibung ihrer Lebens- und Ausbeutungsverhältnisse. Wichtige Zusammenhänge zwischen der ökonomischen Situation der italienischen Landwirtschaft, Migration, Illegalisierung und Abschottung Europas werden geknüpft und diskutiert. Ebenso die Ausbreitung von Rassismus und die Herrschaft der Mafia sind wichtige Themen die dargelegt werden.
Die sehr detaillierten Auflistungen der verschiedenen Gesetze, Aussagen von Politikern und Zeitungen waren ermüdend für mich als unkundige Person bezüglich italienischer Politik und Gesellschaft der Jahre 1990 bis 2010 (bzw. heute).
Nicht mein Fall, hatte mir mehr erhofft.
Büro- und Karriere-Lifestyle sind einfach nicht meine Welt. Interessant wurde es, wenn tiefer auf die sozialen Herkünfte, Hintergründe der Personen eingegangen wurde. Ein spannende Frage war, wie es nach einer Revolution wohl weitergeht, wenn die anfänglichen treibenden Gefühle abklingen und die Freiheitshymnen gesungen sind, wohl recht profan. Sprachlich poetisch, der Wirbelsturm und das unruhige Wetter passten schön zum Aufbegehren und Ausbrechen der Protagonistin, Geschichte ist für meinen Geschmack allerdings zu fragmentarisch.