Gottes Herrlichkeit verändert unser Land
46 Seiten

Dieses kleine Büchlein von 2007 kann ich theologisch nicht empfehlen. Ich las es, weil es für mich verdächtig nach den Vorläufern von christlichem Patriotismus aussah. Das hat sich in gewisser Weise bestätigt.

Das Buch ist weit entfernt von (pseudo-christlicher) AfD-Rhetorik. Dennoch hat Häselbarth die Hoffnung, dass „Deutschland wieder zu einem Vaterland wird“. Dies soll dadurch gelingen, dass sich „geistliche Väter und Mütter des Landes“ versammeln und sie gemeinsam die Schuld von ihren Städten beten und Gottes Rettungsplan für das Land in Existenz beten.

Viele Konzepte des Buches halte ich für äußerst fragwürdig. Unter anderem dieser „Rettungsplan für unser Land“. Ja, ich glaube, dass Gott einen Rettungsplan hat. Doch der gilt allen Menschen und ist durch das Leben, Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus offenbar geworden. Ich begreife nicht, woher die Idee kommt, dass Gott einen Rettungsplan für unser Land haben soll. Die Bibel spricht an keiner Stelle davon, dass Gott Deutschland auserwählt hat, um eine heilige, christliche Nation zu bilden.

Ich finde das Buch inhaltlich größtenteils schräg und denke nicht, dass sich Christen daran orientieren sollten. Allerdings hat es mir geholfen, etwas über christlich gefärbten Patriotismus zu lernen. In diesem Buch wirkt es noch eher unproblematisch. Doch wenn daraus „christlicher“ Nationalismus entsteht, wird es gruselig.

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