Kinder entdecken Jesus im Evangelium
230 Seiten

Mit diesem Buch hatte ich gelegentlich ein wenig Schwierigkeiten. Das lag jedoch nicht am Inhalt. Der Titel ist gut gewählt: Es geht in dem Buch darum, Kindern die gute Nachricht (das Evangelium) von Jesus zu vermitteln. Das ist das Ziel für die Kinder-Programme in Gemeinden. Wie das gehen kann, berichtet er in vielen Beispielen. Immer wieder empfiehlt er Methoden und Material. Er wird sehr praktisch für Mitarbeitende in Kindergruppen, aber auch für Eltern. Ich konnte dem Buch mehrere gute Impulse entnehmen und kann mir gut vorstellen, dass ich manche Anregungen davon irgendwann in meinen Dienst integrieren werden.

Schwierigkeiten machte mir die amerikanische Kirchenkultur, sowie der Schreibstil. Schon im Untertitel ist von „Sonntagsschule“ die Rede – mir fehlt das mentale Bild dafür, wie die Gruppen in der Praxis aussehen. Einige Beispiele und Themen klingen sehr „amerikanisch christlich“. Deswegen sind die nicht falsch (oder richtig), aber eben ungewohnt für mich. (Ein Teil von mir ist überrascht davon, denn ich lese immer wieder amerikanische Theologen.) Außerdem liest sich das Buch ein wenig wie die Memoiren von Jack Klumpenhower. Fast in jedem Kapitel ist eine Szene aus seinem Leben Auslöser für die inhaltliche Besprechung. Teilweise kam mir der Text unnötig ausschweifend vor. Daher war das Lesen manchmal etwas zäh.

Wenn man sich auf diese beiden Punkte einlassen kann und will, dann lohnt sich das Buch sehr. Gerade in seiner Vehemenz, dass die Geschichten aus dem Alten (und Neuen) Testament Kindern nicht als Moral-Geschichten gelehrt werden sollen. Es geht immer um Jesus und was er gutes für jeden von uns getan hat, als er lebte, starb, begraben wurde und vom Tod auferstand.