Paulas Schwester Lea hat einen erfolgreichen Social-Media-Account, in dem sie sich als Tradwife inszeniert, eine Entscheidung, die Paula bis heute nicht versteht. Als sie mitbekommt, dass Lea schon seit einer Weile nichts mehr gepostet hat, schrillen sofort ihre Alarmglocken und sie reist spontan in die Gated Community Sancta Familia, in der ihre Schwester mit Mann und Tochter lebt. Matt informiert sie darüber, dass Lea in einem Retreat eine Auszeit nimmt. Paula ahnt jedoch, dass etwas nicht stimmt, als sie sieht, wie Leas Tochter Emma mit ihren Puppen spielt und dabei eine Puppe immer wieder von einem Auto überfahren lässt …
Ich hatte bei dieser Lektüre einen spannenden und unterhaltsamen Thriller erwartet, aber tatsächlich war er ganz schön deprimierend zu lesen. Ich würde ihn noch nicht einmal als Thriller beschreiben, sondern eher als dramatischen Roman, der kritisch auf den Trend der Tradwife im Speziellen und den Umgang mit Frauen im Allgemeinen blickt.
Was ihn so deprimierend gemacht hat, war die Darstellung von häuslicher Gewalt, der Lea sich ausgesetzt sieht. Das machte den Roman schwerfällig zu lesen und es gab so einige Kapitel, nach denen ich eine Pause einlegen musste, weil sie mich so heruntergezogen haben. Ich habe zwar schon andere Thriller gelesen, die häusliche Gewalt als wichtiges Thema angesprochen haben, aber hier war es besonders ausführlich beschrieben und besonders bedrückend zu lesen. Dadurch wurde meine Lesefreude ganz schön gedämpft, sodass es mir schwer fällt, diesen Roman weiterzuempfehlen. Natürlich ist das Thema wichtig, weil es ja leider vielen Frauen passiert, aber gerade, weil das Thema so real und lebensnah ist, macht es jede Geschichte, die sich so ausführlich damit beschäftigt, zu einer, die nur schwer zu ertragen ist.
Klassischer liest sich da schon Paulas Sichtweise, die schon eher einem spannenden Thriller ähnelt und mir aus diesem Grund wohl auch besser gefallen hat. Zwar hat auch Lea spannende Szenen, aber Paulas Sichtweise war im Grunde das, was ich erwartete, bevor ich das Buch anfing, weshalb ich jedes Mal froh darüber war, ihre Sichtweise zu lesen.
Das Ende ist halbwegs zufriedenstellend und zeigt vor allem wieder sehr gut, was für einen langen Weg wir als Gesellschaft zu gehen haben. Obwohl ich selbst den Thriller leider nicht komplett genießen konnte, hoffe ich, dass Leser:innen, die diese Thematik interessiert, ihn dafür umso mehr mögen werden – denn das, was ihm besonders gut gelungen ist, war die Darstellung der Tradwife-Falle.
Paulas Schwester Lea hat einen erfolgreichen Social-Media-Account, in dem sie sich als Tradwife inszeniert, eine Entscheidung, die Paula bis heute nicht versteht. Als sie mitbekommt, dass Lea schon seit einer Weile nichts mehr gepostet hat, schrillen sofort ihre Alarmglocken und sie reist spontan in die Gated Community Sancta Familia, in der ihre Schwester mit Mann und Tochter lebt. Matt informiert sie darüber, dass Lea in einem Retreat eine Auszeit nimmt. Paula ahnt jedoch, dass etwas nicht stimmt, als sie sieht, wie Leas Tochter Emma mit ihren Puppen spielt und dabei eine Puppe immer wieder von einem Auto überfahren lässt …
Ich hatte bei dieser Lektüre einen spannenden und unterhaltsamen Thriller erwartet, aber tatsächlich war er ganz schön deprimierend zu lesen. Ich würde ihn noch nicht einmal als Thriller beschreiben, sondern eher als dramatischen Roman, der kritisch auf den Trend der Tradwife im Speziellen und den Umgang mit Frauen im Allgemeinen blickt.
Was ihn so deprimierend gemacht hat, war die Darstellung von häuslicher Gewalt, der Lea sich ausgesetzt sieht. Das machte den Roman schwerfällig zu lesen und es gab so einige Kapitel, nach denen ich eine Pause einlegen musste, weil sie mich so heruntergezogen haben. Ich habe zwar schon andere Thriller gelesen, die häusliche Gewalt als wichtiges Thema angesprochen haben, aber hier war es besonders ausführlich beschrieben und besonders bedrückend zu lesen. Dadurch wurde meine Lesefreude ganz schön gedämpft, sodass es mir schwer fällt, diesen Roman weiterzuempfehlen. Natürlich ist das Thema wichtig, weil es ja leider vielen Frauen passiert, aber gerade, weil das Thema so real und lebensnah ist, macht es jede Geschichte, die sich so ausführlich damit beschäftigt, zu einer, die nur schwer zu ertragen ist.
Klassischer liest sich da schon Paulas Sichtweise, die schon eher einem spannenden Thriller ähnelt und mir aus diesem Grund wohl auch besser gefallen hat. Zwar hat auch Lea spannende Szenen, aber Paulas Sichtweise war im Grunde das, was ich erwartete, bevor ich das Buch anfing, weshalb ich jedes Mal froh darüber war, ihre Sichtweise zu lesen.
Das Ende ist halbwegs zufriedenstellend und zeigt vor allem wieder sehr gut, was für einen langen Weg wir als Gesellschaft zu gehen haben. Obwohl ich selbst den Thriller leider nicht komplett genießen konnte, hoffe ich, dass Leser:innen, die diese Thematik interessiert, ihn dafür umso mehr mögen werden – denn das, was ihm besonders gut gelungen ist, war die Darstellung der Tradwife-Falle.