Die sieben Todsünden
576 Seiten

Die sieben Todsünden ist kein Buch über Sünde im engen religiösen Sinn. Kehnel liest die Todsünden vielmehr als über Jahrhunderte angesammeltes Wissen darüber, welche menschlichen Verhaltensweisen Menschen und Gesellschaften aus dem Gleichgewicht bringen können. Dazu macht sie viele anschauliche Beispiele aus der Geschichte und stellt die Frage, was das für das 21. Jahrhundert bedeutet.

Zum Schluss stellt sie die Frage, was denn die grösste (Tod)sünde des 21. Jahrhunderts ist: Es is die acedia, die Trägheit. Kehnel meint damit nicht einfache Faulheit, sondern die Unfähigkeit, aus Einsicht ins Handeln zu kommen. Gerade darin liegt für sie die Hauptsünde des 21. Jahrhunderts: Wir wissen, dass wir auf eine Katastrophe zusteuern und ändern unser Tun doch nicht.

Ein kluges, gut lesbares und anregendes Buch.