Paul Lynch legt ein düsteres und sehr beklemmendes Buch vor. Er erzählt von einem autokratisch regierten Irland der nahen Zukunft. Die Familie im Zentrum der Geschichte erliegt Schritt für Schritt dem steigenden Druck des Regimes. Die Geschichte zeigt uns hautnah und unbeschönigt das Grauen, die Hilflosigkeit und das ausgeliefert Sein in einer Willkürsherrschaft, im Krieg und auf der Flucht. Leider Themen, die alle sehr aktuell sind und von denen täglich Tausende Menschen betroffen sind.
Verstörendes Thema, passt leider in die Zeit
Larry Stack, ein Lehrer und Gewerkschaftsführer aus Dublin, wird bei einer Demonstration gegen das neue Regime verhaftet und ohne Anklage festgehalten. Kurz darauf verliert er jeglichen Kontakt zu seiner Familie. Seine Frau Eilish versucht zunächst, die Freilassung ihres Mannes zu erwirken, doch bald wird klar, dass Larry spurlos verschwunden ist. Sie ist überzeugt, dass das Regime nicht lange an der Macht bleiben und durch internationale Empörung und Wirtschaftssanktionen, wie ausländische Nachrichten berichten, gestürzt werden wird. Eilish muss sich aber auch um ihren Vater Simon kümmern, der an Demenz leidet und gelegentlich lichte Momente hat, in denen er sie anfleht, das Land zu verlassen. Sie weigert sich und ist überzeugt, dass sich die Situation bessern und Larry zurückkehren wird.