Lesetagebuch
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Amerika
 320 Seiten

Ein anstrengendes Buch, aber nicht wegen Kafkas gewohntem logischen Verwirrspiel. Die Handlung ist sehr episodisch und geht in den einzelnen Kapiteln stark in die Tiefe, wechselt dann aber ziemlich unvermittelt von Schauplatz zu Schauplatz. Wie genau der Autor den Roman zu einem Ende bringen wollte, ist nicht offensichtlich. Interessant sind die Einblicke in die ungewohnte Lebenswelt eines Europäers im unbekannten Amerika des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Die Erzählung ist getränkt vom kafkaschen Gefühl der völligen Verlorenheit. Trotzdem macht sie bei weitem keinen so intensiven Eindruck wie andere Werke des Autors.