Geschwindigkeiten >25km/h (Fahrrad) sind schlecht für Mensch und Natur. So könnte man das Buch in ganz kurz zusammenfassen. Autos brauchen Platz, stehlen uns Zeit und teilen die Gesellschaft in arm und reich. Erkannte Herr Illich schon 1974. Dem habe ich erst mal nichts hinzuzufügen.
Das Buch liest sich an manchen Stellen etwas mühsam, der Autor ist ausgebildeter Theologe und Philosoph. Das merkt man gelegentlich.
Die Besiedelung des ländlichen Raumes dünnt aus. Damit einher geht eine Einschränkung des Versorgungsangebots (weniger Kindergärten/Schulen, schlechtere medizinische Versorgung, Einschränkung des ÖPNV, weniger Einzelhandel). Die Aufsatzsammlung geht teilweise wissenschaftlich, teilweise praktisch, teilweise künstlerisch an die Problemstellung heran und zeigt anhand zahlreicher Beispiele, was in manchen ländlichen Bereichen schon jetzt gemacht wird oder demnächst gemacht werden könnte.
Schöne Story, aber die Exkurse in die Philosophie werden gerne mal ausschweifend und langatmig. Das Ende war mir persönlich etwas zu plötzlich.
Zwischendurch etwas langatmig und für jemanden, der sich selbst schon eine Weile mit Hintergründen zur Fleischproduktion in Deutschland beschäftigt auch nur wenig neues. Und an einigen Stellen dachte ich so für mich: "Mein Gott, wie naiv kann man sein..."
Vorne und hinten sehr spannend, der Mittelteil wird spätestens nach der Schilderung des dritten Abhörprogramms und des damit einhergehende Abhörskandales etwas langweilig. Ist aber dennoch wichtig.
30 Absolventen der Generation Y gründen ein Unternehmen, wenden darin eine Reihe neuer Methoden aus dem Bereich des Design Thinking nicht nur auf Kundenprojekte, sondern auch auf die eigene Firma an. Und erzählen davon. Anfangs fand ich das Buch eine etwas lose Aneinanderreihung von Geschichten, mir fehlte der rote Faden. Der ist auch bis zum Schluss nicht aufgetaucht, es machte aber zunehmend weniger aus dass er nicht da ist. Ein kurzweiliges Buch voller schöner Denkansätze und Impulse darüber, wohin sich Arbeit in den nächsten paar Jahren entwickeln kann.
Ich selbst bin übrigens aus der Vorgängergeneration, denke aber schon immer in "Y".
Wer sich schon immer mal fragte, warum im europäischen Raum Bücher in lateinischer Schrift gedruckt werden und wo diese Schriften ihren Ursprung haben, sollte unbedingt "Garamonds Lehrmeister" lesen. Neben der Sachgeschichte ist das Buch "ganz nebenbei" auch noch ein sehr spannender, packender Roman über Andersdenkende, die katholische Kirche, die Heilige Inquisition, den Papst und Frankreich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Ich habe die Lektüre wirklich sehr genossen.