Schmales, aber auch eng bedrucktes Büchlein, in dem es um moderne Konzepte der Personal- und Unternehmensführung geht. Gerade in schnellen, dynamischen Märkten kommt man mit langfristigen Planungen und Budgets nicht mehr weit. Vollmer baut in dem Buch nacheinander sieben Kerngedanken auf, wie Unternehmen und nicht zuletzt Gesellschaften mit kurzfristigen Änderungen umgehen können und sollten.
Die Essenz kommt auf den letzten 15 Seiten. Durchhalten lohnt sich aber, zumal es eh nur 64 Seiten sind.
Das Buch hat zwischendrin seine Längen, insbesondere wenn Ardenne ausführlich die von ihm entwickelte Krebstherapie erläutert. Außen rum gibt das Buch einen schönen Einblick in ein sehr langes Forscher- und Entwicklerleben, das zwischen den Weltkriegen als Jugendlicher im Bereich Funk und Rundfunk beginnt, sich über 10 Jahre Reparations-Leistung in der Sowietunion (Kernenergie) und viele Jahre Entwicklung industrieller Großtechnik in der DDR streckt, und erst deutlich nach der Deutschen Einheit endet.
Interessant, unterhaltsam geschrieben, aber an ein paar Stellen auch langatmig und mehrfach redundant. Frau Fox erklärt (sich) halt (zu) gern.
Der Titel ist ein klein wenig irreführend: der eigentliche Reaktorunfall von Fukushima Daiichi spielt in dem Buch nur eine eher kleine Rolle, die technischen Vorfälle werden schnell abgehandelt. Das Buch erläutert die geologische, gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Situation in Japan vor und nach Erdbeben und Tsunami. Das wiederum macht das Buch gut und auf verständliche Weise.
Am Anfang war das Buch etwas schleppend, und hatte sehr viele ... und !!! im Text. Beinahe hätte ich es beiseite gelegt und nicht mehr fertig gelesen. Dranbleiben lohnt sich aber unbedingt, das ist eines der besten Management-Bücher, die ich jemals gelesen habe und vermutlich das beste Mangement-Buch, das ich in 2019 gelesen haben werde.
Die !!! und ... verschwinden übrigens ab dem zweiten Kapitel vollständig.