Eine Geschichte über das Leben in einem größeren, nicht mehr ganz so neuen Silicon Valley Startup, das eigentlich in Boston ist. Ich fand das Buch großartig. So großartig, dass ich vermutlich den Rest meines Lebens nichts mehr über superhippe Startups mit ihren bunten Großraumbüros lesen möchte.
Kurzweilig zu lesen, und voller hilfreicher Denkanstöße für Menschen, die Menschen und/oder Unternehmen führen.
Das Buch ist eine sehr knappe, aber ausreichende Einführung in die Grunddenke von Lean Management. Motivation zu dem schmalen Buch waren einige wenige, aber sehr zentrale Übersetzungfehler deutscher Literatur zu Lean. Daraus werden zentrale Konzepte aus Lean nicht richtig oder nicht konsequent genug umgesetzt. Den Anspruch, mit den Übersetzungfehlern aufzuräumen, erfüllt das Buch gut.
Ich habe die gedruckte Variante gelesen (Selbstverlag) und mich zwischendurch mehrmals über das Layout geärgert: Der Blocksatz von Microsoft Word kann keine brauchbare Silbentrennung, weshalb im Text häufig hässlich große Leerstellen zwischen Wörtern einer Zeile entstehen.
Den ersten Teil des Buches fand ich sehr gut. Darin passiert die Definition von Deep Work, die Unterscheidung zur Arbeit voller Ablenkung (Swallow Work) und Newport liefert eine Reihe Beispiele und auch einige wissenschaftliche Hintergründe zu seinen Thesen.
Danach kommen Vorschläge, wie man Deep Work in seinen eigenen Tagesablauf integrieren kann. Hier wird am Ende jeder seine eigene Strategie finden müssen. Mich hat das Buch an dieser Stelle dazu inspiriert, mir eine Art Tages-Template zu überlegen, nach dem ich mich zukünftig bei der Tagesplanung richte. Darin sind Blöcke für Deep Work, Swallow Work vogesehen, und natürlich auch ausreichend Pausenzeiten.
Zum Ende hin kommt noch eine längere Abhandlung, wie man mit E-Mail-Flut umgeht. Dazu habe ich mir schon vor vielen Jahren meine eigenen Strategien zurecht gelegt. Der Teil brachte mir weder neue Erkenntnisse, noch neue Ideen.
Das Buch liest sich in der deutschen Übersetzung gut und flüssig.
Leseempfehlung für alle, die sich mit Unternehmenskommunikation und/oder technischer Dokumentation beschäftigen. Und lasst es nach dem ersten Lesen in Griffweite am Schreibtisch liegen. Ihr werdet es öfter mal brauchen.
Eines der schlechteren Sachbücher, die ich gelesen habe. Was an falscher Erwartungshaltung liegen mag, und daran, dass das Buch schon 12 Jahre alt ist.
Schmales Buch, schnell gelesen, interessante Ansätze. Bei den meisten Themen, die angeschnitten wurden, habe ich mir mehr Tiefgang gewünscht.
Ich dachte lange, Kanban sei dieses Ding mit dem Board und den Zetteln, die man da halt drüber zieht von Spalte zu Spalte. Dass da noch eine Menge außen rum existiert, und dieses Board mit den Zetteln zwar ein zentrales aber nicht das entscheidende Werkzeug ist, zeigte mir dieses Buch.
Der Inhalt ist als Roman verkleidet. Natürlich darf man hier keine hochgestochene Literatur erwarten. Es liest sich immerhin flüssiger und unterhaltsamer, als eines von diesen trockenen Fachbüchern.
Es geht in dem Buch vordergründig um die Erfindung des sog. Sloot Digital Coding System (https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Sloot), ein neuartiges Kodierverfahren, das insbesondere Multimedia-Inhalte auf extrem wenig Speicherplatz ablegen kann. Die Erfindung kam nie auf den Markt, weil der Erfinder mitten drin verstarb und bis heute kein Quellcode dazu gefunden wurde.
Hintergründig kann man aus dem Buch lernen, wie man aus wenig bis nichts überbewertete Start-Ups fabriziert, in die große Firmen und auch Privatpersonen große Mengen Geld investieren, in der vagen Hoffnung, irgendwann noch viel größere Summen raus zu bekommen. Das Buch ist zudem spannend geschrieben, die Übersetzung kommt mir gelungen vor (das Original habe ich nicht gelesen), und ich gewinne den Eindruck, dass der Autor für das Buch auch gründlich recherchiert hat. Von mir eine klare Leseempfehlung.